Seien Sie dabei

Riesling Cup 2018

Für den glanzvollen Rahmen der Preisverleihung im „Grandhotel Bayerischer Hof“ in München sorgen die besten deutschen Winzerinnen und Winzer: Sie präsentieren ihre Weine bei einer Gala am Samstagabend, den 17. November. Bei diesem Anlass vergibt Der Feinschmecker den Deutschen Riesling Cup 2017 – für den besten trockenen Riesling des aktuellen Jahrgangs, also 2017.

Das Ergebnis ist Resultat einer aufwendigen Verkostung durch eine Jury aus Weinexperten. Ausgiebig verkosten können an dem Abend aber auch Sie. Denn vor und (vor allem) nach der Preisverleihung präsentieren Preisträger und Gast- winzer ihre Gewächse in großer Bandbreite: Rot- und Weißweine unterschiedlicher Qualiätsstufen, darunter auch gereifte Weine. Ein großes Buffet lädt zur Stärkung ein, für Stimmung sorgt eine Band– und gegen Mitternacht lockt ein rustikaler Imbiss. Einlass zur Riesling-Gala 2018 ist ab 18 Uhr.

© Volker Renner

Seien Sie dabei

RESERVIERUNG
Der Eintritt zur Verleihung des „Deutschen Riesling Cups“ am Samstag, den 17. November 2018, im Münchner Grandhotel Bayerischer Hof kostet inklusive der Verkostung der Weine der besten deutschen Winzer, walking dinner, Livemusik und Mitternachtsimbiss 125 Euro pro Person.

Sie können Ihre Eintrittskarte direkt über die Feinschmecker-Redaktion reservieren:

Tel. 040- 27 17 37 22 (Dagmar Marxen)

oder per E-Mail an: redaktion@der-feinschmecker.de

© Volker Renner

Abendplatt-Pop-Up-Restaurant im Louis by Thomas Martin

Menü Thomas Imbusch
© Thomas Imbusch

Der Endspurt im Pop-Up-Restaurant des Hamburger Abendblattes hat begonnen. Bis zum 14. Oktober können Sie sich noch von Thomas Imbusch kulinarisch verwöhnen lassen.

Anlässlich des 70. Geburtstages des Hamburger Abendblattes eröffnete Anfang August das eigene Pop-Up-Restaurant im Louis by Thomas Martin & Friends. Hier, direkt gegenüber der Elphie, werden neben frischen Nachrichten, feine und ausgesuchte Menüs serviert.

Thomas Martin, kulinarischer Leiter des Projekts, wählte sieben Köche aus, die gemeinsam mit ihm die Menüs für das Abendblatt-Restaurant entwickelten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Abendblatt-Leser bei uns im Louis die moderne Küche junger, kreativer Gastköche genießen können“, sagt der Küchenchef des mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Jacobs Restaurant.

Restaurant Hamburger Abendblatt
Restaurant Hamburger Abendblatt

In der letzten Woche, vom 7. bis 14. Oktober, kocht nun Thomas Imbusch sein Menü. Genießen Sie zum Beispiel Glattbutt mit Grapefruit und Haselnuss, gefolgt von Odefey-Huhn mit eingelegtem Knoblauch.

Preise: 

  • Drei-Gänge-Menü mit Aperitif, Wein, Wasser und Kaffee – 70 Euro pro Person
  • Fünf-Gänge-Menü mit Getränken – 125 Euro pro Person

Sichern Sie sich jetzt die letzten Tickets!

Tickets gibt es bei der Abendblatt-Geschäftsstelle, Großer Burstah 8–32, Mo bis Fr 9–19, Sa 10–16Uhr

oder online unter abendblatt.de/popup

oder bei der Abendblatt-Ticket-Hotline unter 30 30 98 98

 

Eleganter Abend mit Panerai und Holger Stromberg

Der Feinschmecker und PANERAI laden Sie und eine Begleitperson ein zu einem exklusiven 3-Gänge-Menü von Spitzenkoch Holger Stromberg.“ Erleben Sie die Premiere der eleganten PANERAI LUMINOR DUE Uhr und lassen Sie sich unter dem Motto des Abends „DUO PER DUE“ mit einem einzigartigen Menü von Holger Stromberg inspirieren und verwöhnen.

Holger Stromberg, der ehemals jüngste Sternekoch Deutschlands, der auch lange Jahre Chefkoch der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft war, empfängt Sie in seiner legendären KOUNGE in München, in der Sie einmalige Stunden erleben.

Kounge, München
© Stromberg

Zu gewinnen gibt es 2 Karten für die Uhren Premiere der PANERAI LUMINOR DUE inklusive eines exklusiven Dinners in der KOUNGE in München. Es stehen vier Termine zur Auswahl: 16.10. / 17.10. / 18.10. oder 19.10.2018 jeweils um 19:30 Uhr.

Sie und Ihre Begleitperson werden am gewünschten Datum um 19:30 Uhr in der legendären KOUNGE von Holger Stromberg empfangen.

Ein besonderer Clou wird Sie den Abend über begleiten. Lassen Sie sich spektakulär überraschen und genießen Sie einmalige Stunden.

Anreise und Übernachtungskosten können nicht übernommen werden. 

So machen Sie mit

Holger Stromberg
© Stromberg

Um zu gewinnen, beantworten Sie einfach folgende Fragen und schicken die Antworten per E-Mail mit dem Betreff „DUO PER DUE“ und ihrem gewünschten Datum an redaktion@der-feinschmecker.de.

  1. Aus welchem Land kommen die Uhren von Panerai?
  2. In welchem Jahr wurde die erste Officine Panerai Uhrmacherwerkstatt eröffnet?

Mit Ihrer Teilnahme akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen.

Teilnahmeschluss ist der 12. Oktober 2018. Wir wünschen Ihnen viel Glück!

Galaabend mit Joachim Heger auf Hotel Schloss Hohenhaus

Sternekoch Peter Niemann
Sternekoch Peter Niemann

Das Schloss Hohenhaus veranstaltet am 08. September 2018 einen Galaabend zum 60. Geburtstag von Joachim Heger. Durch den Abend begleiten Sie Joachim Heger selbst und Peter Niemann, die bereits seit 1994 eine enge Freundschaft verbindet.

Sternekoch Peter Niemann und das Team des Le Vallée Verte servieren den Gästen ein exklusives 6-Gänge-Menü, das Klassiker und Moderne verbindet. Es erwarten Sie unter anderem gebackene Hahnenkämme vom eigenen Hühnern, Perigord Trüffel, gebeizter Rehrücken aus unserer Hexenhäuser Jagd, Bretonische Jacobsmuschel & Hummer.

Außerdem werden die großen Gewächse des Winklerberg´s, einer ebenso legendären Weinlage im Herzen des Markgräfler Landes präsentiert. Serviert werden zum Beispiel

  • Weissburgunder GG >>RAPPENECKER<<
  • Grauburgunder GG Vorderer Winklerberg
  • Chardonnay Erste Lage
  • Spätburgunder GG Vorderer Winklerberg
  • Ruländer Beerenauslese

Das Arrangement „Gala-Abend JH“:

  • Anreise 7.9.2018
  • Abreise 9.9.2018
  • Am Samstag Galaabend mit Joachim Heger inklusive Menü, Kaffee & Getränken
  • 2 Übernachtungen im DZ inkl. Frühstück
  • Spa & Saunanutzung
  • p.P. 580€

Um Reservierung wird gebeten: +4956549870

Die Teilnehmer des OLIO Award 2018

Der Feinschmecker OLIO Award 2018 präsentiert die Top 250

 

 

Die drei Sieger der Kategorie leicht-fruchtig:

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1. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Fonte di Foiano, 1979 Millenovecentosettantanove

1979? Das Jahr Eins für Marina und Michele Di Gaetano, die 1978 dem Mailänder Stadtleben den Rücken kehrten und bei Castagneto Carducci ihren ersten Olivenhain kauften. Und heute, vier Jahrzehnte, 25 Hektar Land mit 8000 Olivenbäumen und ein halbes Duzend unserer Auszeichnungen später, heißt es für die Söhne Paolo und Simone wieder: Siegertreppchen, ganz oben! Das aktuelle „1979“ (Frantoio und Moraiolo) duftet – blühende Landschaften! – zart grasig, nach unreifen Tomaten, Artischocken und Rauke, am Gaumen belebend frisch, mit köstlichen Bitternoten und graziler Schärfe. Ideal zu einer Kalbsleber (ganz gleich ob alla veneziana oder Berliner Art).

2. ITALIEN, Ligurien

Paolo Cassini, Extremum Monocultivar Taggiasca Gran Cru Colabella

Ligurien extrem: Auf gerade einmal sieben Hektar Land mit einem Höhenunterschied von 150 bis 550 Metern trotzt Familie Cassini der Natur hervorragende Oliven ab. Die ältesten Bäume in ihren Hainen stammen aus dem 13. Jahrhundert: Sie wurden von Benediktinermönchen gepflanzt, die damit die Güte und Fruchtbarkeit des Bodens prüfen wollten. Seit 1962 pflegen die Cassinis das mönchische Erbe, zuerst Großvater Jean, dann Giannino und heute Enkel Paolo. Das sortenreine Taggiasca-Öl duftet nach grünen wie reifen Mandeln („extrem elegant“ so der begeisterte Juror) und einem Apfel-Kräuter-Potpourri; am Gaumen noch unreife Banane, ein leicht adstringierendes Mandelbitter und feine, sehr distinkte Schärfe. Fisch, wir wollen Fisch! Zu gebeiztem Kabeljau, Wolfsbarsch in cartoccio und jeder nur denkbaren Ceviche-Variante.

3. ITALIEN, Trentino – Südtirol

Madonna delle Vittorie, Garda DOP Trentino

Madonna, che olio! Fiorindo Bonoras Cuvée aus Frantoio- und Casaliva-Oliven (Verhältnis etwa 9:1) die aus der „Nordkap“-Region, dem finis terrae möglichen Olivenanbaus stammt, lässt die Sehnsucht nach diesem Süden in uns noch stärker werden als sonst. Der anfänglich süßliche. am Gaumen moderat bittere, angenehm pikante (die Schärfe setzt vergleichsweise spät ein) Stoff aus der Gegend um Arco am Gardasee, ist ein mandelgewordener Traum in Öl: – „Mandelmilch, flüssiges Marzipan – fantastisch!“ (O-Ton Verkostungsbogen). Dazu ein Hauch Zimt, eine Prise weißer Pfeffer und … noch mehr Mandel. Verleiht Flügel und verführt zu Geflügel. Und Pasta: strozzapreti mit Enten-Sugo oder paccheri mit Perlhuhn und säuerlich eingelegten Kirschen.

 

Die drei Sieger der Kategorie mittelfruchtig:

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1. SPANIEN, Andalusien

Aceites Mirasol, Conde de Mirasol Hojiblanca

Mit dem dritten Wettbewerbsauftritt ein erster Preis – ¡felicidades! Das sortenreine Hojiblanca aus den Weltklasse-Lagen der Sierras Subbéticas um Córdoba, inspirierte die Jury zu entsprechenden Lobeshymnen: „heftiges Grün, brillant!“, „hinreißende balsamische Noten“, das „Zitronen-Basilikum-Schnittlauch-Wunder“ ist bei diesem „Öl des Tages“ Programm. In Sachen Bitterkeit und Schärfe leicht verräterisch (anfänglich sehr zurückhaltend, dann fast furios auftrumpfend) und doch absolut harmonisch: ein Fest! Perfekt zu Lamm oder Zicklein aus dem Ofen mit und ohne Mandelsauce.

2. ITALIEN, Latium

Villa Pontina, Villa Pontina DOP Colline Pontine

Schwer zu entscheiden, was uns besser gefällt: Die pittoreske Tenuta Villa Pontina zu Füßen der Monti Lepini in der Region Latium, mit hinreißendem Blick bis zu den Pontinischen Inseln oder „Kräutergarten! Tomaten! Tiefe!“, das sortenreine Itrana, das von den Früchten der 1400 Bäume der Tenuta stammt. Die Entscheidung für Lorbeerkranz, Podium und OLIO-Award ist Gaumen- und Ehrensache. Das im Duft ausnehmend komplexe Öl (reife Tomaten, Tomatenlaub, Zitronenthymian, noch grüne Banane), wuchert am Gaumen mit ungemein „kräftigem“ Grün, einem muskulösem Bitter und ausgeprägter piccantezza („scharf, scharf“). Soviel Saft und Kraft verlangt nach aromatisch standfesten, sogar breitbeinigen Sparringspartnern – unser Tipp: gegrilltes secreto vom Ibérico-Schwein oder pizzoccheri (Pasta in Tagliatelleform aus Buchweizenmehl) mit Mangold oder Stängelkohl und Bündnerfleisch.

3. SPANIEN, Andalusien

Aceites Campoliva, Melgarejo Premium Hojiblanca

Nach einem Jahr ohne Beteiligung beim OLIO-Award, legt das andalusisches Familienunternehmen aus Pegalajar heuer wieder entsprechend vor. Wo sonst allerdings das großartige Picual Auszeichnung nach Auszeichnung einfährt, punktet diesmal das sortenreine, smaragdgrünschimmernde Hojiblanca. Druckvoll-intensive, zitrisch „eingefärbte“ Kräuterfrische (Zitronenmelisse, Verveine, Zitronengras), Gras, Löwenzahnblätter und frische Minze, am Gaumen auch wieder ganz in Grün, ein langes, sehr langes, geradezu sinnlich bitteres Finish mit präziser, deutlich wärmender Schärfe (von weißem Pfeffer, Piment d’Espelette über Pimentón bis Chili ist alles vorhanden). Idealbesetzung für eine mehr oder weniger dramatisches Küchenstück mit fetterem Fisch in drei bis vier Akten (als Carpaccio, Ceviche, geräuchert und auch gegrillt), etwa Makrele, Wels oder Thunfisch.

 

Die drei Sieger der Kategorie intensiv-fruchtig:

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1. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. De Carlo, Tenuta Arcamone DOP Terre di Bari – Bitonto

Apuliens Referenz in Sachen Öl ist zurück! Und wie! Das „Tenuta Arcamone“ mit dem Saverio und Grazia De Carlo samt ihren Kindern Marina und Francesco nebst Schwiegersohn Arturo 2016 den OLIO-Award für das beste mittelfruchtige Öl gewannen, strahlt in diesem Jahr möglicherweise noch heller, noch verführerischer als zuvor: Ein perfekt angestimmter Coratina-Kracher mit Noten von frisch geschnittenem Gras, Agrumen, grüner Banane, grünen Äpfeln und Birnen, am Gaumen kräutersatt (Zitronenthymian, Salbei, Eukalyptus) mit glockenhellem Mandel- und Artischockenbitter und einem tiefenscharfen, grünpfeffrig-chiligetöntem Finish, das minutenlang nachhallt. Perfekt zu handfesteren Rustikalitäten wie Wildschwein in dolceforte, einer a point gegarten Hirschleber oder einem mit Honig glasierten Wildkaninchen vom Grill.

2. ITALIEN, Abruzzen

Az. Agr. Tommaso Masciantonio, Crognalegno

An den Ausläufern des mächtigen Majella-Massivs, als Anrainer des „Parco nazionale della Majella“, eines Naturparks in den Abruzzen, mit ungewöhnlich reicher Flora und Fauna, bewirtschaftet Tommaso Masciantonio 14 Hektar Olivenhaine mit gut 5000 Bäumen. Seit Jahren finden sich seine Öle in unseren Bestenlisten wieder, das „Crognalegno“ (aus der gleichnamigen autochthonen Sorte) allerdings feiert in diesem Jahr mit einem OLIO-Award – bravo, bravissimo! – seine Premiere: Dieser „Neuling“ begeistert mit Noten von Artischocken, grünen bis reifen Mandeln und grüner Banane, moderatem Bitter und einer prononcierteren, fast vehementen Schärfe. Hier geht so Einiges: Wir kombinieren dieses hinreißende Öl mit einem Salat von rohen Pilzen, geben involtini vom Schwertfisch den letzten Schliff oder reinterpretieren den klassischen Tafelspitz (der Kren wird hier mehr als nur aufgepeppt).

3. SPANIEN, Andalusien

Venchipa – O-Med, MED Picual

Welcome back! Unter den OLIO-Award-Gewinnern, wohlgemerkt! Denn die Öle von Juan de Dios Garcia Molina sind seit ihrem ersten Auftritt bei uns – ohne Unterbrechung! – immer unter den Besten vertreten gewesen. Aber dieses Picual … ist schon wieder Champions League, ein Öl vom Allerfeinsten, das mit einer „wilden“ Mischung von grasig-tomatigen Noten, Thymian, Salbei und Kamille, Artischocke, Feldsalat, Birne und Kiwi beeindruckt. Am Gaumen spielt es sich auch ganz locker in die Hall of Fame: schöne, dabei moderate Bitternoten und eine fast schon aromatisch-exotische Schärfe (Kampot-Pfeffer, rosa Pfeffer, ein Hauch Lemon Drop-Chili). Läuft in der Küche als gewisses Etwas zur klassischen Bouillabaisse oder, weniger klassisch zu confiertem Pulpo mit Blutwurst und geröstetem Pumpernickel zu Höchstform auf.

Platz 10 bis 25:

01010. SPANIEN, Andalusien

Finca La Torre, Selección Hojiblanca BIO demeter

Das nach Meinung unserer Jury zweitbeste Hojiblanca der aktuellen Kampagne stammt von einem der Pioniere in Sachen biodynamisches Olivenöl, und ¡Dios mío!, was fühlen wir uns dynamisiert: frisch geschnittenes Gras, Olivenblätter, Zitronenschale plus Kiwi, komplexes Artischocken- und Mandelbitter und ein anregend pikanter Nachhall, der uns ohne Wenn und Aber zu Demeter-Fans macht. Dazu mit Lardo und Salbei umwickelte Wachteln aus dem Ofen (Rosmarin-Kartoffeln verstehen sich von selbst) – göttlich! *intensiv fruchtig*

 

 

 

01111. ITALIEN, Abruzzen

Tenuta Zuppini, Veneranda 19

Magische Mischung: Dreiviertel Tortiglione, dazu Dritta, Frantoio, Leccino, Carboncella (natürlich!), Leccio del Corno und Itrana (genau!) für ein großartiges Olivenölhappening irgendwo zwischen Mandelhain und Kaffeeplantage – grüne und reife Mandeln („wunderschöne Mandelaromatik“), Röstaromen, Lattich und Löwenzahn, im Finish Banane, Mandelbitter (was sonst?) und eine behutsame Dosis Pfeffer. Fast noch magischer in Kombination mit einer langsam im Ofen gegarten Milchlammkeule mit karamellisierten Feigen und gerösteten Pinienkernen.

*mittelfruchtig*

01212. SPANIEN, Andalusien

Almazara Jimenez, Suroelum

Picudo und Picual im Doppel und kaum zu schlagen! Was hier unter dem Namen „Suroleum“ auf Flaschen gezogen wurde, entzieht sich fast den beschreibenden Fähigkeiten unserer Juroren: „ Kresse, Kresse, Kresse!“ und, zweimal unterstrichen, „heftige Schärfe!“ – ganz offenbar ein „Final-Öl!“. Wir ergänzen hier Tomatenblätter, Rauke, etwas Minze, dazu ein Hauch Zitronenmelisse (bis fast Zitronenzeste) und einen zartbitter getönten Nachhall. Wir plädieren für ein echt spanisches BBQ: pluma vom Ibérico!

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

01313. SPANIEN, Toledo

Casas de Hualdo, Reserva de Familia

Som like it hot – die Spanier in diesem Jahr auf jeden Fall! Die Cuvée aus Arbequina, Picual, Cornicabra und Manzanilla als pikant zu bezeichnen, wäre etwas untertrieben. „Griffige Schärfe“ trifft’s genauer, Artischocke, Tomate, Aubergine, grüne Banane, Olivenblätter und Mandelbitter gibt’s obenauf. Einsatz in der Küche? „Zum Verfeinern von (fast) allem ein Traum!“ – dem schließen wir uns vorbehaltlos an.

*intensiv fruchtig*

 

 

 

01414. ITALIEN, Umbrien

Soc. Agr. Malvetani, Messer Francesco 1640 DOP Umbria Colli Assisi Spoleto

Das Spitzenprodukt der Malvetanis, ein extra vergine aus Moraiolo, Leccino und Frantoio überzeugt auf voller grüngetonter Länge mit dem Duft von Oliven- und Feigenblättern, grünen Mandeln und Kräutern, einem verheißungsvollen Mandel-Artischockenbitter und hübsch distinkter Schärfe. Perfekt zu, und dann noch hübscher, einem Artischockensalat oder geschmorten Steinpilzen mit Granatäpfeln.

*mittelfruchtig*

01515. SPANIEN, Andalusien

Oro del Desierto, Picual BIO

Ein Dauergast auf den oberen und obersten Rängen: Das Öl, das aus der Wüste kommt. Unser Favorit aus dem „Wüstengold“-Portfolio von  Olivenflüsterer Rafael Alonso Aguilera „grünt“ balsamisch-verführerisch („schönes Kräutergrün!“) und changiert mandelbitter und leichtfüßig pikant zwischen Brennnesseln, Minze, Rauke und Olivenblättern. Zu Sepia vom Holzkohlegrill vermutlich phänomenal.

*mittelfruchtig*

01616. ITALIEN, Apulien

Olearia Schiralli, Crudo SeiCinqueZero

Unser OLIO-Award-Gewinner von 2017, das Coratina-Wunder „SeiCinqueZero“ (die Essenz von 650 Oliven in einem 0,25-Liter-Fläschchen), begeistert uns auch diesmal (was sind schon Nachkommastellen im Hundertstelbereich?): Wieder grüne Mandeln, grünen Kaffeebohnen, Artischocke, Banane, dicke Bohnen (betörend!) und ätherische Kräuternoten, ein ziemlich beherztes Peperoncino-Finish nebst strahlendem Bitter. Tipp: Jakobsmuschel-Carpaccio mit Mango und dicken Bohnen.

*intensiv fruchtig*

 

 

 

 

01717. SPANIEN, Andalusien

Muela-Olives, Venta del Barón Hojiblanca y Picuda DOP Priego de Córdoba

Was soll man dazu noch schreiben? Seit 2003 und ununterbrochen seit 2012 zählt die Cuvée aus Hojiblanca und Picuda zu den unserer Meinung nach besten Ölen der Welt. Und auch im 15. Jahr hat sich daran nicht geändert: „Tomate!“ und jede Menge davon („frisch & perfekt gereift“), dazu Apfel, etwas Mandel, Kräuter- und Artischockenbitter, sanfte Radieschen -Rettich-Chili-Schärfe. Einfach großartig zum Doppel anchoa und Burrata.

*mittelfruchtig*

01818. SPANIEN, Andalusien

Aceites Campoliva, Melgarejo Premium Ecológico BIO

Wieder mit von der Partie und wieder einmal ein Bilderbuch-Bio-Picual! – für das wir alle verfügbaren Grüntöne aus dem Malkasten benutzen: Gras und Basilikum, Feldsalat und Thymian, Tomatenblätter und Rauke. Zartes Bitter, druckvoll-freundliche Schärfe. Jetzt bitte salmorejo mit frittierten Auberginen und Zuckerrohrhonig.

*mittelfruchtig*

 

 

 

01919. SPANIEN, Andalusien

Castillo de Canena, Picual Biodinámico BIO demeter

Die Biodynamiker sind nicht aufzuhalten – was Familie Vaño (mit ihrem Castillo de Canena ein zwingender Kandidat für die Hall-of-Fame der besten Olivenölerzeuger) eindrucksvoll beweist: intensiv grüne Noten, von frischem Gras und Kräutern, Rauke über Endivie, Artischocken und grünen Tomaten bis hin zu Tomatenblättern und grüner Banane. Präsentes Bitter und rezente Peperoncino-Schärfe im Nachhall. Wir raten zum fröhlichen Experimentieren: rotes Fleisch (klar!), rohes Fleisch (sowieso!)

*mittelfruchtig*

 

02020. ITALIEN, Latium

Quattrociocchi Americo, Olivastro

Nach drei OLIO-Awards im letzten Jahr, ist es mehr als fair, dass Americo Quattrociocchia andere „auch mal gewinnen lässt“! Zu den besten Olivenölproduzenten der Welt gehört er ohnehin – was er auch mit einem 20. Platz souverän beweist: Das sortenreine Itrana duftet grasig-kräuterfrisch (Oregano, Thymian, Salbei, etwas Minze), am Gaumen Radicchio- und Mandelbitter, das Finish aromatisch scharf („ravanella!“, Rettich und ein schönes Quantum peperoncini). Hervorragend zu pikanten Merguez mit Linsen, Zwiebelconfit und gerösteten Mandeln.

*intensiv fruchtig*

02121. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Podere Grassi, Monocultivar Leccino DOP Chianti Classico BIO

Grassi, die Toskana und Leccino vom Feinsten! Im letzen Jahr punktete Don Giacomo mit seinen Maurino- und Frantoio-Überfliegern, diesmal ziehen wir den Hut vor seinem Leccino: eine sattgrüne Aromatik (frisch geschnittenes Gras, Artischocken, Olivenlaub und grüne Mandeln), am Gaumen nicht mehr ganz moderates Walnuss- und Mandelbitter und eine Extraportion Peperoncino-Schärfe. Gefällt uns ausnehmend gut und passt, ebenso ausnehmend gut, zu Pasteten mit Wildfarce oder Crostini mit Lardo und Auberginen – als Püree oder auch vom Grill.

*mittelfruchtig*

02222. ITALIEN, Toskana

Frantoio Franci, Le Trebbiane

Über Giorgio Franci, einen der Großmeister des olio extra vergine noch Worte zu verlieren, hieße Oliven in die Toskana oder, wahlweise, Sand an den Strand zu tragen. Sein „Le Trebbiane“, eine Cuvée aus Frantoio, Leccino, Moraiolo und Olivastra Seggianese, duftig recht grasig, fast ein wenig harzig (Pinie!) und erinnert an Pinienkerne und Mandeln (süß und bitter. Im Finale dann moderates Artischocken- und Mandelbitter, dafür umso ausgeprägtere Peperoncino-Schärfe. Ganz klassisch: Bresaola und Parmesanspäne oder Pasta e fagioli.

*mittelfruchtig*

02323. SPANIEN, Andalusien

Sucesores de Hermanos López, Morellana Picuda DO Baena BIO

An Zustimmung und Eindeutigkeit kaum zu überbieten: „Alles, was das Herz begehrt!“ und „Schärfe bis zum Abwinken – groß!“ – das Picuda-Powerhouse lässt tatsächlich keine Wünsche offen (sogar das genaue Abfülldatum ist auf der Flasche vermerkt. Bravo!): Tomate, Mandelfrucht und -süße, etwas Banane, Apfel, ein ganzes Kräuterbeet, Artischockenbitter und feurig-pfeffrige, extrem langanhaltende Schärfe. Unser Kandidat für Tatar und Verwandtes. Und pur, überall und dauernd sowieso.

*intensiv fruchtig*

 

 

 

02424. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Ferrara, Olio Posta Locone

Das sortenreine Coratina hat im Vergleich zum Vorjahr ganze 124 Plätze gutgemacht: auguri! Wie es dazu kommen konnte? Wunderbar harmonisch: Mit einer großzügigen Quantum Artischocke (nebst Bitter), einer deutlichen Zugabe von Fenchel, einem nicht zu kleinen Körbchen mit grünen und reifen Tomaten, Kräutern, etwas Mandelbitter und der vertrauten Extraportion Peperoncino-Schärfe. Ideal zu einer mit Teeblättern geräucherten Poularde plus Couscous mit Salzzitronen und Rosinen.

*intensiv fruchtig*

02525. ITALIEN, Apulien

Olio Intini, Affiorato

Prächtiger Blend aus Peranzana und Coratina, der weniger blumig, als deutlich apfelig bis artischockenselig daherkommt. Dazu der Duft von frisch geschnittenem Gras und Blattspinat, moderate, recht grüne Bitternoten und feine, durchaus persistente Schärfe. Die italienische Fraktion der Jury verlangt nach „Ravioli ricotta e spinaci“ – gut so, soll sie haben!

*mittelfruchtig*

 

Platz 26 bis 40:

02626. SPANIEN, Andalusien

Aceites Campoliva, Melgarejo Premium Composición

Mehr von Melgarejo: Aus Picual, Frantoio, Hojiblanca, Arbequina bestechend „dunkelgrün“ komponiertes Öl, das vor Kräutern und Kresse nur so strotzt, dazu Banane und Tomatenblätter, noch eben moderates Bitter und präzise Schärfe. Zu in cartoccio glasig gegartem Steinbutt ein Gedicht!

*mittelfruchtig*

02727. ITALIEN, Latium´

Soc. Coop. Santina delle Fate, Intenso

Erfolgreiche Premiere für ein sortenreines, immens intensives Itrana: Noten von frisch geschnittenem Gras, Olivenblättern , Kapuzinerkresse, Rauke und Lauch, dazu Rosmarin und Oregano, schönes Artischockenbitter und pfeffrige Schärfe – Steinpilzrisotto, keine Frage!

*intensiv fruchtig*

 

 

 

 

02828. ITALIEN, Toskana

Corzano e Paterno, Monocultivar Pendolino BIO

Großartiges Öl, lupenreiner Vertreter der tipologia „M“: Mandeln satt! Und die in grün und reif, dazu Kaffeenoten, grüne Banane und etwas Artischocke. Im Finish kristallklares Mandelbittercrescendo mit pikanten Kontrapunkt. Im Ensemble mit Ziegenfrischkäse, Honig, Quittenbrot und gerösteten Pinienkernen: da capo!

*mittelfruchtig*

02929. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Maselli, Coratina

Ein beeindruckend komplexer Coratina-Reinsorter, der in Sachen Bitterkeit (Mandel!) und Schärfe (Chili!) stattliche Reserven zu bieten hat, und auch sonst (Banane, noch mehr Mandel, grüne Äpfel, frisches Gras, Kräuter, Kiwi, ein Hauch Maracuja!) alle Register zieht. Cacio e pepe (Pasta mit Pecorino und schwarzem Pfeffer) … e basta!

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

03030. SPANIEN, Andalusien

Almazaras de la Subbética, Parqueoliva Serie Oro DOP Priego de Cordoba

Harmonischer, geradezu swingender Blend aus Picuda und Hojiblanca, im Duft grasig-grün, dazu viel Frucht (Apfel, Banane, ein Hauch rote Beeren), Kräuter, im Ansatz leicht süßlich (Mandel und Vanille), moderates Bitter, das Finish eine Melange von rosa und weißem Pfeffer.

*mittelfruchtig*

03131. ITALIEN, Abruzzen

Az. Agr. Tommaso Masciantonio, DOP Colline Teatine BIO

Noch einmal Tommaso Masciantonio, noch einmal ein fantastisches extra vergine! Die Mischung aus Gentile di Chieti und Intosso „bedient“ alle Öl-Sehnsüchte: Üppig Bittermandel und Artischocken, Kräuter (Oregano, Basilikum) und ein beherzt Peperoncini-geschärftes Finish – Punktlandung!

*intensiv fruchtig*

03232. PORTUGAL, Alentejo

Sovena – Oliveira da Serra, Lagar do Marmelo

Eine aromatisch „grün“ durchgefärbte Cuvée aus Arbequina, Cobrançosa und Picual, bei letztere den primus inter pares („Picualgrün“) gibt: Olivenblätter, balsamische Kräuternoten , distinktes Artischockenbitter nebst persistenter, leicht ätherischer Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

 

03333. SPANIEN, Andalusien

Almazaras de la Subbética, Rincón de la Subbética DOP Priego de Cordoba BIO

Es gibt wenige Öle, die man in den letzten Jahren dauernd und quasi blind hätte kaufen können – dieses gehört mittlerweile „naturgemäß“(?), „gewohnheitsmäßig“(?) dazu: Tomate in allen Farben, Lauch, zartes Artischockenbitter und präzise, spät einsetzende Schärfe – ein Dauergast im Öl-Olymp.

*mittelfruchtig*

03434. SPANIEN, Andalusien

Arbequino Andaluz, La Cultivada Hojiblanca BIO

Zweiter Auftritt beim OLIO-Award und wieder Pflicht und Kür glänzend absolviert, erneut ein Platz unter den Top 50 – die Jury wird bei solch’ famoser Hojiblanca-Herrlichkeit einfach schwach: grüne Tomaten, Kardonen, intensive Kräuternoten (pikante Kresse, Zitronenmelisse, Minze), elegantes Bitter und feinnervige, persistente Schärfe.

*mittelfruchtig*

03535. ITALIEN, Toskana

Frantoio Franci, Villa Magra

Giorgio Franci und die toskanische Frantoio, Moraiolo und Leccino – was kann da schon schief gehen? Niente! Mandeln soweit Nase und Gaumen reichen, von der Blüte über die noch grüne Frucht „bis hin zum Marzipan“, etwas Banane, gelber Apfel und geradezu samtige Schärfe: assolutamente stupendo!

*mittelfruchtig*

 

 

 

03636. ITALIEN, Apulien

Olio Intini, BIO

Coratina in Bestform, in Bio und in allen Belangen – herrlich frisch, herrlich bitter, herrlich scharf. Im Detail: grüne Banane, duftendes Gras, Apfel, Kiwi, Rauke und ein mittlerer Kräutergarten, wie man ihn nicht schöner malen könnte. Chapeau!

*intensiv fruchtig*

03737. ITALIEN, Toskana

Il Casalone Vignoli, Correggiolo BIO

Wieder die Toskana, wieder „Mandel satt“, diesmal ein „Correggiolo-Solo, das sich „extrem schön und grün“ anlässt, „sehr komplex, aromatisch vielschichtig“ das Mandelgeschehen um grüne Kaffeebohnen (nebst zartem Kaffeebitter), Kräuter und (spät) Tomate bereichert. Bitterkeit und Schärfe? Amtlich!

*mittelfruchtig*

 

 

03838. SPANIEN, Andalusien

Castillo de Canena, Reserva Familiar Picual

Ein Mantra auch in diesem Jahr: „Canena kann Picual“ – auch in der konventionellen (nicht-biodynamischen) Variante. Mandeln, grüne Tomate, Wildgräser und- kräuter, Artischocke, Schärfe (Pfeffer, schwarz) und Bitter (Mandeln, grün) in schönster Balance.

*intensiv fruchtig*

03939. SPANIEN, Kastilien–La Mancha

Aceites Almagre, Almagre

Picual, ick hör’ Dir trapsen! Tomaten (davon jede Menge und in allen Reifestadien), Thymian, Basilikum, Salbei, Minze (bis hin zum Eukalyptus), zartes Mandel- und Artischockenbitter, etwas wildere Chili-Schärfe im Finale – wie aus dem Lehrbuch!

*intensiv fruchtig*

04040. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Donato Conserva, Mimi Coratina

100 % Coratina, 100 % intensive, ziemlich, ach was, komplett beglückende Aromenfülle: Bittermandel, Thymian, Bohnenkraut, Avocado, Apfel und Kiwi, Radicchiobitter (mit leichtem Ausschlag gen Walnuss) und Brunnenkresse-Chili-Schärfe.

*mittelfruchtig*

Platz 41 bis 55:

04141. SPANIEN, Extremadura

Martín de Prado, Primicia Picual

Wer die Wahl hat … – hat (hoffentlich) Picual! Weizengras, Tomatengrün (dann die ganze Rispe mit gerade reifen Früchten), Artischocken, noch grüne Feigen, schimmerndes Bitter und langanhaltende, fast feurige Schärfe – eine Wonne!

*intensiv fruchtig*

 

 

04242. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. De Carlo, L’Olio di Felice Garibaldi

Familie De Carlo (maestri oleari) , Signor Garibaldi (eroe del commercio) und die Ogliarola (bellezza autoctona) – eine äußerst beglückende Konstellation im aromatischen Spannungsfeld von grünen Mandeln, Artischocke, Gras, grünem Tee und Zitronenzeste. Moderates Bitter, hübsche Schärfe.

*mittelfruchtig*

04343. SPANIEN, Extremadura

Martín de Prado, Primcia Blend

Picual und Manzanilla im eleganten Pas de deux, das Entrée leicht süßlich, florale Pirouetten zwischen Gras und Kräutern, per Glissé gen Obst- und Gemüsegarten (Tomate, Artischocke, rote Paprika), das Finale im selben Maße elegant, zartbitter und grazil pikant.

*intensiv fruchtig*

 

04444. SPANIEN, Andalusien

Monva, Dominus Cosecha Temprana

Picual? Davon kann es nicht genug geben – besonders wenn’s so frisch (Gras, Kräuter, Olivenblätter, zitrische Noten) und aromatisch vielschichtig (Tomate, Kardone, Olivenfrucht, Schnittlauch, Kresse, Blattspinat) ist wie dieses. „Grünes“ Bitter, distinkte Schärfe – passt!

*mittelfruchtig*

 

 

 

04545. SLOWENIEN, Obalno-kraška

Boris Jenko, Belica ZOP Slovenske Istre BIO

Istarska bjelica, die „weiße Istrierin“ betört hier mit frischen, leicht süßlichen Mandeln und Pinienkernen, kräutrig-zitrischen Noten (Thymian, Melisse), Weißkohl, gelben Äpfeln und noch mehr Mandeln, Artischockenbitter und zarter Pfefferschärfe.

*leicht fruchtig*

 

 

 

04646. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Fonte di Foiano, IGP Toscano

Di Gaetano zum Zweiten: Nach dem OLIO-Award für das beste leicht fruchtige Öl greifen wir voll Gusto ins reich bestückte Foiano-Portofolio: Der Blend aus Frantoio, Moraiolo und Leccino soll’s sein – Gras-Kräuter-Kiefern-Duft, Artischocke, Mandelbitter, Pfefferschärfe.

*mittelfruchtig*

04747. ITALIEN, Latium

Quattrociocchi Americo, Superbo

Immer wieder superb, das aus Moraiolo und Itrana komponierte „Superbo“: grasig-mandelig, Feigenblätter, Artischocke, ein im Nachhall für Quattrociocchi-Verhältnisse fast schüchternes Bitter und eine kombinierte Rauke-, Kresse- und Radieschenschärfe, die in Pfeffer- bis Peperoncini-Gefilde abdriftet.

*mittelfruchtig*

 

 

04848. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Fonte di Foiano, IGP Toscano BIO

Di Gaetano zum Dritten: Die Mischung aus Frantoio und Leccino „mandelt“ toskanisch-fröhlich vor sich hin (eine Spur Banane immer mittenmang), dazu dann Majoran und Oregano, später Artischocke und Rauke, moderates Bitter und prononcierte, mit Verzögerung einsetzende Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

04949. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Fonte di Foiano, Grand Cru

Di Gaetano zum Vierten – denn aller guten Dingen sind manches Mal einfach ein wenig mehr als man denkt! Man nehme Frantoio, Moraiolo, Maurino und Picholine – und siehe da: duftende Gräser Kräuter, Olivenblätter, „schönstes Mandelbitter, lang, sehr lang“ und eine im Nachhall sanft (aber bestimmt) crescendierende Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

05050. ITALIEN,

La Ranocchiaia, DOP Chianti Classico

Gian Luca Grandis Öle zählen zweifelsohne seit Jahren zu den (nicht mehr ganz so geheimen) Geheimtipps aus der Toskana, und dieses extra vergine offenbart weshalb: Gras (klar), Banane (natürlich), Mandel (sowieso), dann aber Pistazie, Kiwi, ein Hauch Birne, leuchtendes Bitter, saftige Schärfe – q.e.d.!

*intensiv fruchtig*

 

 

 

05151. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Torre Bianca, Olive by i&K BIO

So lange noch Klimawandel und Erderwärmung Nord- und Ostseeanainern den Wunsch eigener Olivenhaine versagt, muss im hohen (und nicht ganz so hohen) Norden aus mediterranen Quellen geschöpft werden. Inger und Kenneth Luciani, ein ganz offensichtlich Olivenölverrücktes Ehepaar, haben eine der renommiertesten angezapft: Matteo Mugellis „Torre Bianca“. Von ihm lassen sie sich einen „Superblend“ (so schreiebn sie selbst) aus Frantoio, Moraiolo und Leccio del Corno maßschneidern, der tatsächlich fulminant ist. „Supermandelöl!“, schreibt die Jury begeister, „bis in den Nachhall hinein minutenlang Bittermandel satt“. Wuchert mit hinreißend glasklarem Bitter und ebenso hinreißender Schärfe (von grasigen Noten, Banane, Artischocke, Kräutern ganzu schweigen) – schade nur, dass die Darreichungsgröße so zurückhaltend ausfällt.

*intensiv fruchtig*

 

05252. SPANIEN, Andalusien

Goya en España, Goya Único Special Edition

Das 1936 von einem spanischen Emigranten in Manhattan gegründete Unternehmen, fand – knapp 40 Jahre später – über Puerto Rico und Santo Domingo – den Weg zurück nach Spanien. Was uns nur recht sein kann, denn Öle wie dieses, eine Cuvée aus Hojiblanca- und Picuda-Oliven, braucht das Land. Und wir auch: Im Duft büschelweise Kräuter (Thymian, Verveine, Basilikum, Minze), frisches Olivenlaub und saftiges, just geschnittenes Gras, am Gaumen im Ansatz leicht mandelsüß, etwas Banane (reif), zarte Bittermandeltöne und Artischocke. Die Jury notiert „schöne Schärfe, noch schöneres Öl!” – die strahlenden Bittertöne sind es auch.

*mittelfruchtig*

 

05353. ITALIEN, Toskana

Tenuta del Palagio, Castello Il Palagio – Selezione di Olive Frantioane DOP Chianti Classico

Seit dem 19. Jahrhundert wird hier an altehrwürdiger Stätte (das Castello wurde um 1200 erbaut) Wein und Olivenöl produziert und auch in diesem Jahr bewies man erneut ein Händchen für das flüssige Gold der Toskana. Besonders schön und aromatisch eindrucksvoll lässt sich das an dem sortenreinen Frantoio („als leichtes Öl … – großartig!“) nachvollziehen: Walnussbitter, ein Hauch Tomate, Kresse und weißer Pfeffer, distinkte, dabei moderate Bitternoten und eine verhalten einsetztende, im Nachhall zunehmende Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

05454. SPANIEN, Andalusien

Galgón 99 – Aceites Oro Bailén, Casa del Agua Cosecha Temprana Picual

Auf mittlerweile 140 Hektar Land produziert und vermarktet Familie Gálvez-Gonzalez auf ihren Fincas „Los Juncales“ und „La casa del agua“ in den Ausläufern der Sierra Morena (Provinz Jaén/Andalusien) seit Ende 2004 ihre Olivenöle, das „flüssige Gold von Bailén“. Das von früh geernteten Picual-Oliven geerntete „Casa del Augua“ duftet vor allem nach Wildkräutern, grünen Äpfeln und unreifen Tomaten (Rispe inklusive), am Gaumen „kräutert“ es kräftig weiter (Minze, Basilikum, Salbei), dazu Banane nebst Schale, mehr grüne und reife Tomaten, Artischocke und zarte Zitrusnoten. Im Nachhall moderates Mandelbitter und eine persistente, recht raumgreifende Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

05555. ITALIEN, Toskana

Giancarlo Giannini, Vipiano

Wir konstatieren es wiederholt und mit Vergnügen: Kein OLIO-Award ohne die Gianninis, die von Anbeginn, seit wir 2003 unser erstes „Olivenöl-Best-of“ veröffentlichten, mit von der Partie sind und zu den Qualitätspionieren in diesem Metier zählen: Mit einer über 700 Jahre währenden Tradition, dürfte Giancarlo Giannini aus der ältesten Olivenöl-Dynastie der Welt stammen. Das „Vipiano“, eine Cuvée aus den vier regionaltypischen Olivensorten Frantoio, Leccino, Moraiolo und Pendolino, duftet nach Artischocke, Olivenblättern, Apfel (grün) und Kräutern, alles sehr präzise, dabei ungemein harmonisch, am Gaumen Kräuter en masse (Oregano, Salbei, Thymian), dazu Paprikanoten, Mandelbitter und eine recht spät einsetzende, (noch) moderate Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 56 bis 70:

05656. ITALIEN, Latium

Quattrociocchi Americo, La Bella dell’ oliveto

Wir schreiben es ja seit Jahren (und werden nicht müde es zu wiederholen): Americo Quattrociocchi gehört zum Besten, was das Latium in Sachen Olivenöl zu bieten hat. Der große Abräumer unseres letztjährigen Wettbewerbs, ist in diesem Jahr gleich fünfmal unter den Besten des Wettbewerbs vertreten. Seine „Schönheit“, diesmal eine Coupage aus Itrana und Moraiolo, gefällt uns – wie immer! – sehr: Im Duft und am Gaumen Bittermandel, pfeffrige Rauke, grüne Banane und Bananenschale, Chicorée, Zitronenmelissa und weißer Pfeffer. Im Finale zurückhaltend bitter, dafür umso druckvoll pikanter.

*intensiv fruchtig*

 

05757. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Paola Orsini – Casolivo Selezione Itrana

Hier hat jemand eindeutig auf den richtigen Abfüller gesetzt: Respekt! Und noch mehr Respekt vor der Leistung des Produzenten. Hier stimmt alles: grüne Tomate, frisch geschnittenes Gras, grüner Pfeffer, Chicoree, Spinatblätter, grüne Peperoni, Limette (nebst Schale), ein herbes, grün-würziges Bitter und eine fast ätherische, schon nicht mehr ganz moderate Schärfe – Itrana at its best!

*intensiv fruchtig*

 

 

 

05858. SPANIEN, Andalusien

Aceites Castellar, Nobleza del Sur – Centenarium Premium

Ein klassisches Familienunternehmen aus dem andalusischen Jaén, das – ebenso klassisch – auf einer von Natur und Geschichte begünstigten Finca (hier heißt sie „Vista Alegre“) ein hinreißend schönes, sortenreines Picual nach allen Regeln der Kunst produziert. Die früh im Oktober geernteten Oliven für das „Centenarium Premium“ stammen, wie es der Name schon andeutet, von mehrhundertjährigen Bäumen, die sich seit Generationen im Besitz der Familie Peñuelas-Sagra befinden. Ein sehr grün-aromatisches Picual, (Bitter-)Mandel satt, Kaffeenoten (ungeröstete Bohnen), etwas Artischocke und grüne Banane, ein Hauch Bergamotte, im Nachhall zunehmend leuchtend-schöne Bitternoten und feine Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

05959. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Viola, Inprivio

Auch in diesem Jahr ist Marco Viola, der mit seinen umbrischen Ölen eine Familientradition fortführt, die bis in die 1850er-Jahre zurückreicht, mehrfach vertreten – diesmal sind es vier Öle, die nach Ansicht der Jury des OLIO-Awards zu den besten der Welt gehören: Complimenti! Das „Inprivio“, eine verhalten bis zart bittere, moderat pikante Mischung aus Frantoio und Leccino, duftet nach Tomaten und (Wild-)Kräutern (Rosmarin!), Blattspinat, Rauke, leicht zitrisch (Bergamotte, Zitronenmelisse), am Gaumen dann Mandeln, Chicoree und grüner Pfeffer.

*mittelfruchtig*

 

06060. SPANIEN, Kastilien–La Mancha

COLIVAL S.O.C. de Valdepeñas, Valdenvero Cornicabra

750 Genossenschafter zeichnen für dieses hervorragende, aus dem Südosten der Provinz Ciudad Real stammende Cornicabra verantwortlich – Hut ab, ein vorzügliches Öl! Grüne Mandeln, frisch geschnittenes Gras, Olivenlaub, noch grüne Tomaten (Blätter inklusive), Apfel und Minze bestimmen den Duft, am Gaumen floral-fruchtige Aromen, Rauke und Kräuter („frisch, grün & harmonisch“), im Nachhall „glänzendes“ Mandelbitter und eine distinkte Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

06161. SPANIEN, Andalusien

Hispasur Aceites, Hispasur Gold Picual

Der letztjährige OLIO-Award-Gewinner der Kategorie „mittelfruchtig“ beweist zweifellos qualitativ Konsistenz: Das sortenreine Picual aus den Sierras Subbéticas duftet nach Apfel, Rispentomaten, frisch geschnittenem Gras, Thymian, Salbei und Artischocken, am Gaumen mehr Kräuter („Minze!, sehr schön“), rosa Pfeffer, sehr zartes Mandelbitter und ein von durchaus pikanten Peperoncini geprägter Nachhall..

*mittelfruchtig*

 

 

 

06262. ITALIEN, Toskana

Il Felciaio, Casetta

Einfach „richtig gut“, was Sandro und Luigi Ferrini bei Castagento Carducci auf Flaschen ziehen! Die ausgesprochen harmonische Coupage aus Moraiolo, Frantoio und Maurino „grünt“ fröhlich vor sich hin: im Duft grüne Mandeln und Äpfel, etwas Bananenschale, am Gaumen Rauke, Schnittlauchnoten, im Finish dann moderates Artischockenbitter, weißer Pfeffer und ein Hauch Minze.

*leichtfruchtig*

 

 

 

06363. ITALIEN, Sardinien

Accademia Olearia, Riserva del Produttore DOP Sardegna

Das extra vergine „Riserva del Produttore“ der „Öl-Akademiker“ Giuseppe und Antonello Fois, eine alles andere als akademische, weil absolut harmonische Mischung aus Bosana, Tonda di Cagliari und Semidana, duftet nach Mandeln (grüne und reife), Tomate und Birne, am Gaumen wiederholt sich dieser Eindruck, dazu ein weiches Walnussbitter, das von einer ziemlich pfeffrigen Schärfe druckvoll kontrastiert wird.

*mittelfruchtig*

06464. ITALIEN, Latium

Quattrociocchi Americo, Classico

Dass Americo Quattrociocchi zum vermutlich Besten gehört, was das Latium in Sachen Olivenöl zu bieten hat, dürfte selbst dem hartnäckigsten, ja verstocktesten Sonnenblumenölapologeten schon zugetragen worden sein. Das dritte in diesem Jahr prämierte Quattrociocchi-Öl, das sortenreine Itrana „Classico“ duftet nach einem ganzen Tomatenfeld, Kräutern und (sehr diskret) Blüten, am Gaumen grüne und reife Mandeln, Banane (nebst Schale), „herb-kaffeegrünes Bitter“, rezente Schärfe: Voltreffer!

*mittelfruchtig*

 

06565. ITALIEN, Apulien

Olio Intini, Monocultivar Cima di Mola

Pietro Intini leitet das 1928 in Alberobello, in der pittoresken Murgia Barese gegründete Familienunternehmen mit eigener, hochmoderner Mühle, 6500 Olivenbäumen und einem absolut nicht alltäglichen Portfolio an Olivenölen (10 an der Zahl, acht davon extra vergine und zwei aromatisiert). Der „Cima di mola“-Hundertprozenter duftet nach frisch geschnittenem Gras, Olivenlaub, grüner Banane undApfel, am Gaumen bestätigt und weitet sich das fruchtig-aromatische Panorama. Im Finale deutliches Artischockenbitter und eine mehr als vitale Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

Platz 66 bis 80:

 

 

06666. ITALIEN, Toskana

Fattoria di Fubbiano, Olio Extra Vergine di Oliva DOP Lucca

Seit Jahren ohne Unterbrechung unter den Besten des Wettbewerbs – und auch heuer wie gewohnt aromenstark. Die Cuvée – der Löwenanteil Frantoio, dazu Leccino, Moraiolo, Maurino und Pendolino – die Alfred Schiller (Schweizer, Physiker und Unternehmer) auf seinem toskanischen Landgut komponieren lässt, duftet nach Tomate, frisch-grünen Feigenblättern und Wildkräutern, am Gaumen zeichnet es sich durch leicht adstringierende Bitternoten und moderate Schärfe aus.

*mittelfruchtig*

 

067

67. ITALIEN, Toskana

Az. Alle Camelie, Olio Extra Vergine di Oliva BIO

Claudio Orsi punktet mit seiner klassisch-toskanischen, harmonisch bitter-pikanten Cuvée aus 70 % Frantoio, 20 % Leccino, der Rest zu gleichen Teilen Pendolino und Moraiolo: im Duft sehr ausgeprägt Apfel, Artischocke und grüne Mandeln, dazu leicht florale Noten, am Gaumen Löwenzahn, Mangold, grüner Pfeffer und feurige Chili.

*mittelfruchtig*

 

06868. ITALIEN, Latium

Quattrociocchi Americo, Antico Frantoio della Fattoria

Wir schreiben es ja seit Jahren (und werden nicht müde es zu wiederholen): Americo Quattrociocchi gehört zum Besten, was das Latium in Sachen Olivenöl zu bieten hat. Der große Abräumer unseres letztjährigen Wettbewerbs, ist in diesem Jahr gleich fünfmal unter den Besten des Wettbewerbs vertreten. Das fünftplatzierte Öl aus seinem Portfolio, ein sortenreines Itrana, wuchert (im Duft wie am Gaumen) mit seinen Pfunden: Tomate (auch getrocknet), grüne Mandel, grasige Noten, „üppig Kräuter und Blüten“, rote und grüne Paprika, feines Artischockenbitter, kräftige Peperoncinischärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

06969. ITALIEN, Apulien

Oleificio Forestaforte, Forestaforte BIO

Fünf klassische Olivenöle, acht weitere in verschiedensten Varianten aromatisiert, vier patè aus Basis von wahlweise Artischocken, Tomaten, Peperoncini und natürlich Oliven, dazu passata und eingelegte Oliven – auf dem schon vor über 450 Jahren urkundlich erwähnten Gut der Familie Melcarne werden in oleo-kulinarischer Hinsicht sämtliche Wünsche erfüllt. Das moderat bittere, anregend pikante, ausschließlich aus Ogliarola Leccese gewonnene Bio-Öl schimmert in aromatischer Hinsicht in schönsten Grün: Mandeln, Banane, Granny Smith, Tomatenblätter, frisch geschnittenes Gras, Kräuter … – ausgezeichnet!

*intensiv fruchtig*

 

 

 

070

70. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Decimi, Monocultivar Moraiolo

Romina und Graziano Decimi, olivicultori aus Berufung (und ganz offensichtlich) Leidenschaft, deren noch junges Unternehmen 2004 aus der Taufe gehoben wurde, hegen und pflegen in den Hügeln zwischen Bettona und Cannara sowie in Giano dell’Umbria etwa 5500 Olivenbäume. Das reinsortige Moraiolo duftet nach frisch geschnittenem Gras, Blüten, grünen und reifen Tomaten, Artischocke, etwas Banane und Kräutern, im Nachhall machen sich ein herbes, leicht adstringierendes Bitter und eine schon feurig zu nennende Peperoncino-Schärfe bemerkbar.

*mittelfruchtig*

 

071

71. ITALIEN, Lombardei

Comincioli, Numero Uno

Gianfranco Comincioli ist der Chef eines Unternehmens „in Öl“ (und selbstredend Wein, dito Grappa), das etwas über 460 Jahren im Geschäft ist und möglicherweise schon ähnlich lang zu den überragenden Ölproduzenten am Gardasee, wenn nicht gar Italiens zählt. Dort, am Südwestufer des Sees bei Salò, besitzen die Cominciolis (nun schon in 14. Generation) 10 Hektar Olivenhaine mit etwa 4000 Bäumen – ein ideales Fleckchen Erde für Casaliva, Leccino und Co., aus denen drei der immer wieder zu den Besten der Welt zählenden Öle entstehen. Der im Ansatz leicht süßliche Blend „Numero Uno“ aus Casaliva, Leccino und acht weiteren Sorten, duftet und schmeckt „leise“ nach grünen Mandeln, frisch geschnittenem Gras, etwas Banane und Artischocke, der Nachhall „hüllt“ sich in zartes Mandelbitter, das von einer präzisen Schärfe grundiert wird.

*mittelfruchtig*

 

072

72. ITALIEN, Toskana

Frantoio Romano, Gold BIO

Alberto Romano verwendet für sein „Gold“ in Bio-Qualität eine stattlich Anzahl von Olivensorten: Leccino, Frantoio, Pendolino, Ortolana, Racioppella und Ortice sowie diverse andere autochthone cultivars, die vermutlich nur Elaiodendrographen etwas sagen. Die Aromatik und Finesse dieses Öls allerdings, sagen vermutlich allen zu: Wildkräuter (Rosmarin und Minze), Rispentomaten Bittermandel und Artischocken, im Nachhall feines Mandel- bis Walnussbitter und eine recht schwungvolle Prise Cayenne.

*mittelfruchtig*

 

073

73. KROATIEN, Istrien

Al Torcio, Rosulja

Seit Jahren eine sichere Bank, wenn es um kroatisches bzw. hervorragendes Olivenöl geht: Tranquilino Beletić und die Erzeugnisse der Uljara Al Torcio. Von den acht verschiedenen, reinsortigen Ölen, die er seinen etwa 1700 Bäumen abgewinnt hat uns das aus der Rosulja-Olive am besten gefallen: Artischocke, Tomate (eher grün), florale Noten und frischer grüner Pfeffer, etwas grüne Mandeln und Walnussbitter, das langanhaltende Finish von inspirierender, kraftvoller Schärfe – ganz ausgezeichnet!

*mittelfruchtig*

 

074

74. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. L’Erta di Quintole, Olio Extra Vergine di Olivia BIO

Die auf ihrer azienda bei Impruneta (knapp 12 Kilometer von Florenz entfernt) seit 2003 komplett bio-zertifiziert arbeitende Familie Legnaioli, mischt aus dem klassisch-toskanischen Quartett Fantoio, Leccino, Pendolino und Moraiolo ein bemerkenswert bitteres, anfangs verhalten scharfes, dann immer feuriger werdendes Öl („schönes Peperoncino-Finish!“), das ganz aus dem Vollen schöpft: grüne Mandeln, Artischocke, Chicoree, dazu frisch geschnittenes Gras, Spinat- und Olivenblätter, grüne Banane (plus Schale), Rauke und Peperoncini.

*mittelfruchtig*

 

075

75. ITALIEN, Toskana

Tenuta Gardini, Monocultivar Maurino

Die Vorstellung von der Toskana als Sehnsuchtsort? Absolut kein Klischee, wenn man sein geografisches wie kulinarisches Fernweh mit solch einem Öl (zumindest für kurze Zeit, die Dauer eines langen Mittag- oder Abendessen unter gleichgesinnten Freunden) kurieren kann. Das erstaunlich leichte, sortenreine Maurino der Tenuta Gardini – ein idyllisch gelegenes Landgut bei Bibbona mit ebenso idyllischem Relaishotel – stammt von 30 Hektar Olivenhainen (5000 Bäume) und könnte kaum reizvoller sein: Apfel, Mandeln, aromatsiche Kräuter (Basilikum, Oregano, etwas Thymian und Salbei), Lauch, grüne Tomaten, dazu ein ausgewogenes Bitter und eine ebenso ausgewogene Schärfe.

*mittelfruchtig*

076

76. SPANIEN, Andalusien

Oro del Desierto, Coupage

Das Öl das aus der Wüste kommt: Der Desierto de Tabernas in der andalusischen Provinz Almeria ist Rafael Alonso Aguileras Garten, der die Oliven für seine mit modernen umweltschonenden und biozertifizierten Methoden produzierten, zumeist reinsortigen Olivenöle liefert. Die in diesem Jahr mittelfruchtige „Coupage“, ein Blend aus Arbequina, Hojiblanca und Picual, präsentiert sich präsentiert sich prächtig grün: grüne, leicht bittere Mandeln, Artischocken, grüne Tomaten, Kräuternoten, Walnussbitter und Chilischärfe (kräftig, aber noch im grünen Bereich).

*mittelfruchtig*

 

 

077

77. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Solaia, Monovarietale Leccio del Corno

Leccio del Corno, sortenrein, ein aromenstarker Cluster aus Artischocken, grünen Mandeln, Weißkohl, grüner Banane, Kräutern (Minze, Basilikum, Estragon), moderaten Bitternoten und kräftiger Rauke-Pfefferschärfe – mehr davon!

*mittelfruchtig*

078

78. SPANIEN, Andalusien

Del Cetino, Picual

Eine Finca mit zehn Hektar Land bei Bollullos Par del Condado (Provinz Huelva), 1700 Olivenbäumen, ein kleines Team und – in diesem Jahr – zwei hervorragenden Ölen. Das sortenreine, einladend komplexe Picual (unser Favorit) gibt sich vornehmlich grün – Tomaten, Äpfel, frisch geschnittenes Gras, Basilikum, etwas Mandeln, am Gaumen werden Äpfel und Tomaten reifer, was die präzise Schärfe nur noch interessanter macht. Dazu dann kontrastierend (noch) grüne Banane sowie grüne Mandel und Artischocke, was dann auch die Bitterwerte in die Höhe treibt.

*mittelfruchtig*

 

 

07979. ITALIEN, Toskana

Il Casalone Vignoli, Cultivar Maurino BIO

Olivenhaine mit etwa 4200 Olivenbäumen in den Hügeln von San Casciano, südlich von Florenz, sind – zu Recht – der ganze Stolz der Vignolis. Das 1946 gegründete Unternehmen arbeitete mit dem zu früh verstorbenen, weltbekannten Olivenöl-whisperer Marco Mugelli zusammen.. Das sortenreine Maurino in Bio-Qualität duftet leicht mandelig, nach grünen Tomaten, Pistazien und Olivenlaub, am Gaumen noch mehr Tomaten, Spinat- und Kräutergrün (Thymian), grüne Banane, grüne Paprika, dazu ein Finish mit moderaten Bitternoten und dezenter Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

080

80. ITALIEN, Toskana

Corzano e Paterno, Olio Extra Vergine di Oliva BIO

Ein Multiversalist und sein Werk: Ob Wein (ganz nebenbei unter anderen einer der schönsten „kleinen“ toskanischen bianci überhaupt), Olivenöl oder Pecorino:Die Erzeugnisse, die Aljoscha Goldschmidt auf seinem Weingut zwischen Florenz und Siena produziert, sind von hervorragender Qualität. Sein misto, eine Cuvée aus Moraiolo, Frantoio, Leccino und Pendolino, duftet und schmeckt vor allem nach grünen Mandeln und Äpfeln, noch unreifer Banane, Chicoree und einem Hauch Petersilie, ist persistent (mandel-)bitter und von mittlerer Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 81 bis 95:

 

 

081

81. SPANIEN, Andalusien

Nuevos Espacios – UnOlivo, Premium Cosecha Temprana BIO

In vierter Generation, mit eigener Ölmühle und Elisabeth Gallardo an der Spitze, versteht sich dieses Familienunternehmen aus Alcalá la Real (Provinz Jaén) auf die Kunst großartigen Picuals: „TOMATE!“, grüne Mandel, aromatisch-balsamische Kräuter (Minze, Salbei, Thymian), Artischocke, Lauch, feines Walnussbitter und rezente Pfefferschärfe – alles, was ein Öl braucht!

*mittelfruchtig*

 

 

082

82. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Caputo Maria, Gran Pregio Monovaritale Coratina BIO

Unser Favorit aus Maria Caputos (und Mauro Altomares) Portfolio: Wie kaum anders zu erwarten, eine volle Kelle Coratina mit amtlichen Bitter und sortentypisch stattlicher Schärfe. Dazu von Artischocken, Radicchio und Olivenblättern, über Bittermandeln, grüne Kaffebohnen bis hin zu Salbei und leicht adstringierendem Walnuss- und Mandelbitter sowie schwarzen Pfeffernoten alles vorhanden.

*mittelfruchtig*

083

83. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Caputo Maria, Gran Pregio Monovaritale Peranzana BIO

In diesem Jahr die Nummer zwei aus Maria Caputos (und Mauro Altomares) Portfolio in unserer Bestenliste: Peranzana, sortenrein, etwas reiffruchtig wirkendes Öl mit grünen Reflexen (Olivenblätter, Kräuter, Artischocke) und floralen Noten (ein Hauch von weißen Blüten) zartes Mandelbitter und eine feine, distinkte Schärfe.

*leichtfruchtig*

084

84. ITALIEN, Umbrien

Frantoio Batta, Olio Extra Vergine di Oliva DOP Umbria BIO

Der im Jahr 1923 vom Großvater des jetzigen Produzenten Giovanni Batta in Perugia gegründete Betrieb (von Anfang an mit eigener Ölmühle), der heute von den Früchten von etwa 3400 Bäumen auf gut 14 Hektar Land zehrt, ist erneut mit von der Partie. Die Cuvée (zur Hälfte Frantoio, in gleichen Teilen Dolce Agogia und Leccino, dazu etwas Moraiolo) mit dem DOP-Siegel zeigt sich von ihrer eher mandel- bis pinienkernbetonten Seite, entsprechend süßlich im Ansatz, Fruchtaromen (gelbe Äpfel, Banane), Kräuter und eine Spur Sellerie, im Finale wenig bitter (Artischocke, Löwenzahn), dafür recht pikant (Peperoncini).

*mittelfruchtig*

085

85. ITALIEN, Sizilien

Az. Agrobiologica Rosso – Casa Rosso Cosenza, Villa Zottopera BIO

Sortenreines Tonda Iblea eines Produzenten, der zwischen 2006 und 2008 zwei OLIO Awards und eine Top35-Platzierung abräumen konnte und zuletzt 2011 und 2017 auf unserer Bestenliste zu finden war. Diesmal wird mit einer aromatischen Mischung aus Olivenblättern, frisch geschnittenem Gras, Artischocken, grünen bis gerösteten Mandeln, Walnuss- und Chicoree-Bitter (moderat) und Peperoncino-Schärfe (etwas ausladender) gepunktet.

*mittelfruchtig*

086

86. ITALIEN, Apulien

Frantoio Galantino, Olio Extra Vergine di Oliva DOP Terra di Bari

Michele Galantinos zartbitterer, leicht pikanter, genuin apulischer Blend aus 80 % Coratina und einem Satz anderer autochthoner Sorten, duftet grasig-frisch, nach grünen Mandeln, reifen roten Äpfeln – wobei sich zwischen den Halmen auch einige Kräuter orten lassen (ein paar Blättchen Minze hier, zwei-drei Stängelchen Basilikum dort) , dazu etwas Artischocke und ein Hacuh weißer Pfeffer.

*mittelfruchtig*

 

087

87. PORTUGAL, Centro

Gallo, Colheita ao Luar / Moonlight Harvest

Nordöstlich von Lissabon, etwa 100 Kilometer den Tejo hinauf, erzeugt die Genossenschaft in Abrantes das ,.Colheita ao Luar“, eine „Mondscheinpflückung“ auf Basis der regionaltypischen Sorten Cobrançosa, Verdeal, Galega und Arbequina. Im Duft reife Tomate und Tomatenblätter, Apfel- und Kräuternoten, am Gaumen reife Banane, Olivenfrucht und Avocado. Im Nachhall moderates Bitter, pikante Pfeffernoten (grün).

*mittelfruchtig*

 

 

 

088

88. ITALIEN, Abruzzen

Az. Agr. La Selvotta, Electum

Die leicht mandelbittere, anmutig pikante Cuvée aus den Olivensorten Nebbio, Gentile di Chieti und Peranzana, aus den Abruzzen, genauer: Vasto (Provinz Chieti) am Adriatischen Meer, überzeugt mit vergleichsweise feinen, dennoch nicht allzu zurückhaltenden Noten von süßlichen Mandeln und reifen Äpfeln, Banane, rotem Pfeffer, Basilikum, Thymian und Kopfsalat.

*mittelfruchtig*

089

89. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Leone Sabino, la femm’n

Nach dem großartigen Einstand von Sabino Leone nebst Tochter Maddalena und Sohn Gioacchino bei OLIO-Award 2016 und fünf Bestenlisten-Ölen im letzten Jahr, können sich die olivisti aus der Murgia diesmal nur mit zwei ihrer extra vergine platzieren. Das „la femm’n“, ein sortenreines Ogliarola Garganica, zieht aromatisch alle Register: im Duft grüne Äpfel, Mandeln, ein Hauch Vanille, Kräuter (Estragon, Basilikum, etwas Minze), am Gaumen grüner Pfeffer, Birne, zitrische Noten, Avocado und Rauke, im Nachhall wenig bitter (Mandel, eine Spur Radicchio) und nur leicht pikant.

*mittelfruchtig*

090

90. ITALIEN, Trentino

Frantoio di Riva Italia, 46 Parallelo Monovarietale di Casaliva

Die nicht eben kleine, 1926 gegründete Erzeugergemeinschaft (insgesamt kommen die ca. 80 Genossenschafter auf 85 000 Bäume) füllt mittlerweile eine Vielzahl von Öle ab (zwei davon können wir in diesem Jahr auszeichnen – bravo!). Die Goldmedaille im hausinternen Vergleich geht an das reinsortige Casaliva, das im Ansatz leicht mandelsüßlich ausfällt, im Duft und am Gaumen anr reife Banane und Äpfel erinnert. Im Nachhall noch einmal Mandel mit zartestem Bitter, dafür umso pikanter (weißer Pfeffer, eine Spur Chili).

*mittelfruchtig*

091

91. KROATIEN, Istrien

Agrofin, Mate Bianca Bellezza

Mate Vekic gründete sein Unternehmen 1998 im Alter von 76 Jahren im istrischen Zambratija. Heute ist Tochter Aleksandra für die etwa 26 000 Bäume und vier qualitativ hervorragende Öle – „Transparenza Marina“, „Timbro Istriano“, „Professional Blend“ und (unser diesjähriger Favorit im Portfolio) „Bianca Belleza“ – verantwortlich. Letzteres, ein sortenreines Öl aus der Bianchera-Olive, duftet nach grünen und reifen Mandel, Pinienkernen, frischem Gras, Schnittlauch und Tomaten, am Gaumen eine Mixtur aus Pistazie, grüner Paprika, herbem Walnussbitter und vor allem im Finish pikanten Peffernoten (schwarz wie weiß), Rauke und Peperoncini.

*mittelfruchtig*

 

 

09292. ITALIEN, Umbrien

Frantoio Gaudenzi, Casalontana DOP Umbria

Francesco Gaudenzi (Großfamilie inklusive), der die 1950 gegründete Ölmühle (21 Hektar Olivenhaine inklusive) seines Vaters mit großem Geschick zu noch größeren Erfolgen führt – er zählt mit bestechender Konstanz zu den besten Ölproduzenten Umbriens – konnte in diesem Jahr mit dreien seiner Öle punkten. Unser Favorit: das „Casalontana“, eine Cuvée, die in aromatischer Hinsicht von dem regionaltypische Trio aus mindestens 60 % Moraiolo und (jahrgangsabhängig) Frantoio und Leccino beflügekt wird. Im Duft grüne Äpfel, Mandel, grüne Tomate nebst Blättern sowie Kräuter (Thymian, ein Hauch Minze), am Gaumen noch mehr Mandel (grüne und schon fast geröstete), etwas Banane und Artischocke und Thymian. Das Finish moderat bitter und ebenso moderat scharf.

*mittelfruchtig*

09393. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Maselli, Monovarietale Cima di Melfi BIO

Das ausschließlich aus der Sorte „Cima di Melfi“ (auch unter dem Namen „Donna Francesca“ bekannt) gewonnene Öl, oszilliert zischen den beiden aromatischen Polen „Mandel“ und „Artischocke“, mit einigen zarten Ausreissern gen Kräuterbeet (Basilikum, etwas Schnittlauch) und Obstgarten (Birne, elicht zitrische Noten). Im Nachhall zurückhaltendes, dabei glockenklares Bitter und persistente Pfeffer-  bis Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

09494. SPANIEN, Andalusien

El Jardín de Almayates, Alma de Jerez Selection

Ein major player mit einem Sinn fürs Detail, der in Spanien und Argentinien auf insgesamt 5200 Hektar neben Orangen, Mandarinen und Zitronen, Kartoffeln und Karotten, Alfalfa, Getreide, Sonnenblumen, Papayas, Mangos, Chirimoyas und Avocados eben auch Oliven anbaut. Das „Alma de Jerez Selection”, eine Copage aus Arbequina, Arbosana hat die Jury überzeugt: Üppig Tomate, grün-duftig (Wildkräuter bis hin zur Pinie), Banane (grün und reif), etwas Mandel, zartes Bitter und ausgeprägte Meerrettichschärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

095

95. SPANIEN, Alicante

Masia El Altet, Special Selection

Jorge Ilario, Herr über die 14500 Olivenbäume der namensgebenden Finca „Masía El Altet“, die bei Alicante, zwischen den Naturparks „Sierra de Mariola“ und „Font Roja“ liegt, punktet hier mit seinem „Special Selection“, einem monovarietal aus der autochthonen Sorte Changlot Real. Im Duft und am Gaumen Rispentomaten (Frucht und „Grünzeug“), Artischocken, grüne Mandel, Banane, leichte Fenchelnoten und Zitronenschale. Im Nachhall deutliches Mandelbitter und anhaltende kräftige Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 96 bis 110:

096

96. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Villa Santo Stefano, Olio Extra Vergine di Oliva DOP Lucca

Frantoio-dominierte Cuvée mit einem kleinen Teil Leccino und noch kleineren Anteilen Moraiolo, Maurino und Pendolino für eine umso expansivere Mandelaromatik. Dazu: würzig-süße Pinienkerne, Kräutergrün (Basilikum, Rauke, Thymian), Artischocken, ein moderat bitteres, pfeffrig-scharfes, langanhaltendes Finish.

*mittelfruchtig*

097

97. SPANIEN, Andalusien

Hacienda de Colchado, Experience

OLIO-Award-Premiere für das Familienunternehmen in dritter Generation bei Cartaojal aus der Provinz Málaga, das aus dem sortenreine Hojiblanca eine komplexe, feurig-scharfe, nur wenig bittere Melange aus Tomaten (grüne wie reife), Fenchelgrün, Mandeln (eher süßlich) und floralen Noten zaubert. Ein faszinierender Einstand!

*mittelfruchtig*

 

098.png

98. SPANIEN, Kastilien – La Mancha

Olivapalacios, Palacio de los Olivos Almagro

Noch eine Picual-Erfolgsstory, diesmal aus Castilia–La Mancha, wo man um das Potenzial der Picual-Olive natürlich weiß und es in exzellenter Qualität in die Flasche bringt: Banane (grüne wie reife), ätherisch duftende Kräuter (Basilikum, Hierbabuena, Thymian), etwas süßliche Mandeln, am Gaumen dann alles ein wenig reifer, wieder Banane, Tomate, gelber Apfel. Bitter und Schärfe eher zahm, dennoch (oder gerade deswegen) recht komplex und harmonisch.

*mittelfruchtig*

 

 

09999. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Cosmo di Russo, Cavarossa

Seit 2008 existiert die Azienda Agricola Cosmo Di Russo, deren ehrgeiziges Ziel es ist (so liest man), die Oliven aus den Hainen um das Städtchen Gaeta wenn nicht zu Weltruhm, so doch zu internationaler Anerkennung zu verhelfen. Mit dem „Cavarossa“, einem komplexen, aromatisch zwischen Pinienkernen, roten Früchten, Tomaten (und Tomatenblättern), Kräutern, zitrischen Aromen, feinem Mandelbitter und hübscher Raukeschärfe changierendem Itrana-Öl, sind alle notwendigen Weichen gestellt.

* mittelfruchtig*

100.png

100. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Fisicaro Sebastiana – Frantoi Galioto, Monocultivar Moresca BIO

Ferla, Provinz Syrakus, Sizilien: Ein Familienbetrieb in vierter Generation, knapp 100 Hektar Land mit 20 000 Olivenbäumen (70 % davon Tonda Iblea, der Rest Marmurigna, Nocellara, Biancolilla und Moresca) und noch mehr Kompetenz, die sich in einem moderat bitteren, dafür umso pikanterem reinsortigem Moresca-Öl manifestiert. Im Duft wie am Gaumen fruchtig-dicht (Tomate, Aubergine, Banane, grüne Mandel), mit grünen Akzenten (Kräuter, Olivenblätter) und langanhaltendem Nachhall.

*intensiv fruchtig*

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101. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Centonze, Case di Latomie DOP Valle del Belice

Wie schon im letzten Jahr kann Familie Centonze mit einem sortenreinen Nocellara im „Olivenöloberhaus“ platzieren: auguri! Das moderat bittere, dafür umso pikanter auftrumpfende Öl der azienda, zeichnet sich durch ausgeprägte Frucht (Tomate, gelbe Äpfel, ein Hauch Banane), Kräuternoten (Basilikum, Minze, Salbei) und „Grünzeug“ (Artischocke, Bohnen und Fenchel) aus.

*mittelfruchtig*

 

 

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102. ITALIEN, Toskana

Fattoria Monteoriolo, Olio Extra Vergine di Oliva

Marco Calamei lässt seine Cuvée aus Frantoio, Leccino und Moraiolo bei den Experten von „Frantoio del Grevepesa“ pressen – das aromatisch komplexe Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen: Mandel, grüne Banane, Apfel, Artischocke, Zitronenzeste, noch grüne Walnuss, sehr präsentes Artischocken- und Mandelbitter, grünpfeffrige bis Peperoncini-artige Schärfe.

*intensiv fruchtig*

 

 

 

 

103103. ITALIEN, Toskana

Corzano e Paterno, Monocultivar Frantoio BIO

Ein Multiversalist und sein Werk: Ob Wein (ganz nebenbei unter anderen einer der schönsten „kleinen“ toskanischen bianci überhaupt), Olivenöl oder Pecorino:Die Erzeugnisse, die Aljoscha Goldschmidt auf seinem Weingut zwischen Florenz und Siena produziert, sind von hervorragender Qualität. Das sortenreine Frantoio „mandelt“ fröhlich vor sich hin: Mandel (grün), Mandel (reif), Mandel (süß), Madnel (bitter), dazu Kräuter (Minze Basilikum), Banane (mehr Schale als Frucht), ein zartbitteres, langanhaltend Chili-scharfes Finish.

*mittelfruchtig*

 

 

104104. ITALIEN, Apulien

Frantoio Oleario Muraglia, Monocultivar Coratina denocciolato

Erste Auszeichnung für das reinsortige Coratina der Familie Muraglia im Rahmen des OLIO-Award! Im Duft frisch geschnittenes Gras, Mandeln, etwas Banane und Artischocken, am Gaumen von allem etwas mehr, dazu grüne Paprika und vor allem im langanhaltenden, nicht allzu bitteren, dafür umso pikanteren Finish, eine großzügige Dosis Piment d’Espelette.

*mittelfruchtig*

 

 

105105. GRIECHENLAND, Peloponnes

Papadopoulos Olive Oil Mill – Mythocia, Omphacium Early Harvest PGI Olympia BIO

In diesem Jahr mit Abstand bestes Olivenöl aus Griechenland – ein früh geerntetes und ebenso früh gepresstes, sortenreines Koroneiki, das kaum interessanter hätte ausfallen können: Vorneweg Artischocke („fruchtig grün“, dezentes Bitter), Tomaten (grüne wie reife), frisch geschnittenes Gras, Mandeln (süß und bitter in gleichen Teilen), Radicchio, Blattspinat und Kräuter (etwas Thymian, Minze, ein Zweig Rosmarin). Im Nachhall nur wenig bitter, dafür mit umso ausgeprägterer pfeffriger Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

106106. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. biol. TerraDiva, Allegro

Das sortenreine Coratina von Familie Lobascio macht seinem Namen – „Allegro“ – alle Ehre. Hier geht’s tatsächlich fröhlich-freudig-fruchtig zur Sache: grüne und reifere Mandeln, Banane (nebst Schale), etwa gelber Apfel, nach einem con moto in Richtung Artischocke, Rauke und Blattspinat, nimmt das ganze im Nachhal wieder con fuoco Fahrt auf: solides Mandelbitter, etwas kräftigere Peperoncini-Schärfe – da capo!

*mittelfruchtig*

 

107107. ITALIEN, Sizilien

Agrestis, Nettaribleo DOP Monti Iblei – Monte Lauro BIO

Die Kooperative Agrestis bleibt sich und ihrem guten Ruf nichts schuldig und punktet auch, wie nicht anders zu erwarten, mit dem „Nettar Ibleo“, einem vor allem nach grünen Tomaten und Tomatenblättern duftenden, sortenreinen Tonda-Iblea-Öl. Am Gaumen dann Artischocke, Kräuter (insbesondere Oregano), Spinatblätter, Kopfsalat, und eine Spur Brokkoli. Im Finish eher zurückhaltend bitter, die Schärfe deutlich präsenter.

*mittelfruchtig*

 

 

108108. ITALIEN, Kampanien

L’Oliveto Matarazzo, DOP Tuscia BIO

Auf insgesamt 74 Hektar (verteilt auf vier aziende) gedeihen hier Caninese-, Frantoio-, Leccino-, Pendolino- und Maurino-Oliven, die in unterschiedlicher Dosierung (den Löwenanteil dieser Coupage macht die Caninese aus) ihren Weg in das intensiv fruchtige Öl mit DOP-Sigel finden. Im Duft und am Gaumen dominiert die Tomate in allen Schattierungen (plus Rispe und Blätter), dazu Artischocken- und Kardonenbitter, Löwenzahn, Rauke und herbe Kräuter, die, zusammen mit einem leichten Walnusston und einer fast massiven, enorm präsenten Peperoncino-Schärfe das Finale dominieren.

*intensiv fruchtig*

 

109109. SPANIEN,

Palacio Marques de Viana, Sublime Early Harvest Blend

Picual-Oliven aus der berühmten Sierra Mágina zwischen Huelva und Granada 0 was kann da schon schiefgehen? ¡Nada! Im Duft und am Gaumen grüne Banane, grüne und süßliche Mandeln, noch unreife Banane, Artischocken und Kräuter (Rosmarin, etwas Minze), dann eher gelbe Äpfel, eine fast quittenartige Fruchtigkeit. Im Nachhall moderates Bitter, etwas präsentere Schärfe von mittlerer Persistenz.

*mittelfruchtig*

 

110110. ITALIEN, Apulien

Agroalimentari del Colle, Masserie di Sant’ Eramo fruttato leggero

100 % Ogliarola Barese, laut Etikett „leicht fruchtig“, nach Einschätzung der Jury aber durchaus schon ein Mittelgewichtler in Sachen Frucht. Die ist auch mit jeder Menge Tomate (grün, reif, Frucht und ganze Pflanze) gut vertreten, dazu ähnlich großzügig Mandel (eher grün und entsprechend bitter), Sellerei, Fenchel und im Nachhall aromatisch-Fruchtiger rosa Pfeffer und ein Hauch Chili.

*leicht fruchtig*

 

 

Platz 111 bis 125:

 

111.png111. GRIECHENLAND, Attika

Energaea, Laas PGI Lakonia

Das erst 2011 gegründete familiengeführte Unternehmen konnte die Jury mit dieser aromatisch vielversprechenden und entsprechend viel einlösenden Cuvée aus Athinolia- und Koroneiki-Oliven für sich einnehmen. Im Duft und am Gaumen wundrbar mediterranes Terroir (Mandeln, Olivenfrucht, WIldkräuter), dazu Tomate, Rauke, eine Spur Löwenzahnbitter, milde aber doch spürbare Pfeffrigkeit – ein schöner Einstieg in die Welt griechischer Olivenöle!

 

112112. SPANIEN, Kastilien – La Mancha

Casas de Hualdo, Monovarietal Arbequina

Casas de Hualdo, ein ambitioniertes und ausgesprochen erfolgreiches Unternehmen aus der D.O. Montes de Toledo, dessen Ölmühle inmitten seiner über 300 000 Bäume zählenden Olivenhaine steht, kann in diesem Jahr nicht nur eine Platzierung unter den Top 50 verbuchen („Reserva de Familia“), sondern hat noch drei weitere AOVEs im Rennen, die ebenfalls zu den unseren 250 Besten zählen. Der verhalten bittere, pfeffrig-scharfe Arbequina-Reinsorter duftet und schmeckt nach Banane, Mandeln (fast Mandelmus), reifen Äpfeln und einem Hauch Vanille, die sofort von Kräuternoten (Basilikum, Thymian)  überlagert wird.

*mittelfruchtig*

 

 

113113. ITALIEN, Toskana

Fontodi, Olio Extra Vergine di Oliva DOP Chianti Classico BIO

Giovanni und Marco Manetti aus der „Conca d’Oro“, der „goldenen Mulde“ unterhalb von Panzano, die Doppelspitze des Kultweinguts Fontodi (seit 1968 im Besitz der Familie) machen auch vor Olivenöl nicht halt und gehören mit ihrer Bio-Cuvée (80 % Correggiolo, 20 % Moraiolo) zu einem erlauchten Kreis von Erzeugern, denen vino und olio gleichermaßen hervorragend gelingen. Das Öl der jüngsten Ernte zeigt sich von seiner „mandeligsten“ Seite: Duft, Geschmack, bitterer Nachhall – alles da! Dazu Oregano, Banane, etwas Fenchel- und Basilikumnoten, Röstaromen – alles sehr toskanisch.

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

114114. ITALIEN, Toskana

Fonte di Foiano, Riflessi

Nachdem die Olivenöle von Renato di Lorenzo zuletzt vor drei in diesem Wettbewerb „auffällig“ geworden sind (OLIO-Award inklusive!), ist es umso schöner, dass er mit seinem sortenreinen Maurino-Öl wieder auf den vorderen, wenn auch nicht vordersten Rängen zu finden ist. Das aromatische Profil reicht von Basilikum über grüne Banane, Zitronenzeste bis hin zu Bärlauch-Salbei-Noten, am Gaumen eher zurückhaltend, etwas Banane und Artischockenbitter und zarte Schärfe.

*mittelfruchtig*

115115. SLOWENIEN, Obalno-kraška

Miran Adamič, Ronkaldo Maurino ZOP Slovenske Istre BIO

Erster Auftritt beim OLIO Award für ein Öl von Miran Adamič, der bei Baredi (unweit von Izola) 650 Olivenbäume auf knapp zweieinhalb Hektar bewirtschaftet. Adamič ist ein Quereinsteiger, für den die Olive und das Olivenöl mehr oder weniger Liebe auf den ersten Blick. Ganz wie bei uns und dem sortenreinen Maurino! Auf den ersten Schluck gefällt uns das Artischocken-Kardonen-Bitter, die grasigen Noten, die grünen und reifen Tomaten sowie die Rettichschärfe im Nachhall.

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

116116. ITALIEN, Apulien

Frantoio Galantino, Gran Cru Coratina

Michele Galantinos sortenreines Coratina duftet nach frisch geschnittenem Gras, grünen, ungeschälten Mandeln, nach noch grünen Pinienkernen und Rauke, am Gaumen etwas Artischocke, Salatiges (Endivie, Chicoree, etwas Radicchio), wieder Pinienkerne, dazu ein distinktes Walnuss-Mandelbitter sowie ein gutes Quantum schwarzen Pfeffers.

*mittelfruchtig*

117117. SPANIEN, Kastilien–La Mancha

COLIVAL S.O.C. de Valdepeñas, Valdenvero Organic BIO

750 Genossenschafter zeichnen für dieses hervorragende, aus dem Südosten der Provinz Ciudad Real stammende Cuvée aus Arbequina, Picual, Cornicabra und Hojiblanca verantwortlich. Das sensorische Ergebnis: sehr zartes Bitter, anfänglich winzige, dann deutlicher werdende Schärfespitzen, im Ansatz süßlich, Tomate, Banane, etwas Apfel, Radicchio und würzige Kräuternoten.

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

118118. SPANIEN, Andalusien

Almazaras de la Subbética, Almaoliva Arbequino

Wie (tatsächlich) jedes Jahr unter den Besten: die Öle der meistausgezeichneten – wir tragen mit Freuden unser Scherflein dazu bei – Olivenöl-Kooperative überhaupt, der Almazaras de la Subbética. Gäbe es eine „Hall of Fame“ für Olivenöl und ihre Produzenten, wäre den Genossenschaftern aus der D.O. Priego de Córdoba ein Ehrenplatz sicher. Das sortenreine Arbequina duftet nach Kamillenblüten, frisch geschnittenem Gras, Tomate (reif und grün), Tomatenblättern und -rispen, Mandel- und Zitrusnoten sowie etwas Banane, am Gaumen im Ansatz leicht süßlich, Mandeln und Apfel (reif), zartes Mandelbitter und eine moderate Radieschenschärfe.

*mittelfruchtig*

119119. ITALIEN, Apulien

Schiralli, Crudo Monocultivar Ogliarola

Familie Schiralli, die am Fuße der Murgia 8000 Olivenbäume besitzt, produziert neben ihrem „Crudo“ auch eine hervorragende Tapenade, die Patè di olive verdi e nere, aus der „Termite di Bitetto“-Olive, klassische passata sowie Gebäck auf Basis ihres Öls, dessen „Rohmaterial“ und Basis die als Ogliarola (auch Paesana) bekannte Sorte ist. Hier trumpft sie in Mandelbestform auf, „sehr grün, sehr sauber“, im Duft grüne Kaffeebohnen, später dann Banane (eher grün plus Schale), am Gaumen dann eine Breitseite strahlend schönes Mandelbitter und eine anregende, verhältnismäßig moderate Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

 

120120. ITALIEN, Trentino

Consorzio OlioCRU, Denocciolati Origini Casaliva

Das sortenreine, köstlich mandelbittere Casaliva-Öl aus Arco vom Gardasee, duftet anfangs nach Mandeln (nebst einem Hauch Kaffee), die sich mehr und mehr gen Grün entwickeln (Gras, Thymian- und zarte Fenchelnoten). Am Gaumen im Ansatz leicht süßlich, dann Mandelbitter, grüne Banane und Olivenfrucht, im Nachhall besagte Bitternoten und eine schöne, persistente Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

121121. ITALIEN, Sizilien

Agrestis, Verd’ Olivo Novello

Es lebe die Kooperative! Die Genossenschafter von Agrestis können’s auch in diffizileren Zeiten, halten das hohe Niveau der vergangenen Jahre und sind mit gleich sechs Ölen aus ihrem Portfolio unter den Besten dieser Kampagne vertreten. Agrestis zum Zweiten: Die Cuvée aus Moresca, Biancolilla und Verdese „schimmert“ aromatisch etwas weniger grün als noch in den Jahren zuvor: Noten von frisch geschnittenem Gras, Kräutern (Rosmarin, Zitronenmelisse und Salbei), reife und grüne Tomaten, Banane und Mandeln. Persistentes Peperoncino-scharfes Finish mit verhaltenen Bittertönen.

*mittelfruchtig*

 

 

122122. SPANIEN, Andalusien

Fraile Llanos de Castillejo, Capricho del Fraile Picual Cosecha Temprana

Der vierte Jahrgang im dritten Wettbewerbsauftritt – und wieder unter den Besten der Welt – ¡felizidades! Die Auswahl der äußerst früh geernteten Picual-Oliven aus der Sierra Mágina zwischen Huelva und Granada übernimmt man hier in Eigenregie, gepresst bzw. gemahlen wird bei den Großmeistern von Aceites Campoliva (Melgarejo) – was kann da schon schiefgehen? Im Duft geradezu druckvoll intensiv reife und unreife Tomaten, dabei enorm frisch, am Gaumen „Tomate satt“, im Finale moderat bitter (Artischocke, Kardone) mit ähnlich zahmer Rauke- und Peperoncinoschärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

123123. GRIECHENLAND, Peloponnes

Aetos, Olivenöl Extra Vergine BIO

Leicht fruchtige wie leichtfüßige Coupage aus Athinolia-, Maniataki-, Koroneiki- und Kounoutzelies-Oliven, die nach grüner Banane, Wildkräutern, frischen Pistazien und Walnusshaut duftet. Am Gaumen „kräuterdicht“, feine, leicht herbe Walnussbitternoten und eine nachhaltige Pfefferschärfe.

*leichtfruchtig*

124124. ITALIEN, Toskana

Frantoio Franci, Olio Extra Vergine di Oliva IGP Toscano

Über Giorgio Franci, einen der Großmeister des extra vergine noch Worte zu verlieren, hieße Oliven in die Toskana oder, wahlweise, Sand an den Strand zu tragen. Das Öl, das in den letzten Jahren immer wieder mit dabei war, enttäuscht auch diesmal nicht – wie könnte es anders sein? Sein field blend, eine Mischung aus Frantoio, Moraiolo, Leccino, Olivastra und anderen Sorten duftet nach Tomate, Apfel, noch grüner Banane, Olivenblättern und saftigem Löwenzahn, am Gaumen wirkt das aromatische Ensemble deutlich grüner und in Ansätzen fast herb (Schafgarbe, Lattich, Fenchelgrün, Oregano, etwas Salbei), im Finale moderates Walnussbitter und eine ausdauernde, pfeffrig-grüne Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

125125. SPANIEN, Andalusien

Hacienda de Colchado, Legado

OLIO-Award-Premiere für das Familienunternehmen in dritter Generation bei Cartaojal aus der Provinz Málaga, das auch mit dem zweiten Öl im Wettbewerb, einem reinsortigen Hojiblanca, punkten kann: Im Duft leicht zitrisch (Zitronenzesten, Melisse bis Verveine), dann zunehmend ätherische Kräuter (Oregano, Thymian, eine Spur Minze), am Gaumen im Ansatz leicht süßlich, noch unreife Banane, grüne Mandeln, im Nachhall feines, etwas „dickflüssiges“ Bitter und eine persistente Kresse- und Rettichschärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 126 bis 140:

126126. ITALIEN, Toskana

Frantoio Pasquini, Olio Extra Vergine di Oliva IGP Toscano – Colline di Firenze

Ein toskanische Erfolgsgeschichte, Kurzversion: Familienunternehmen, gegründet 1920, 2014 dann eine vollkommen neue Ölmühle, State of the Art, 2018 zweite (erfolgreiche!) Teilnahme am OLIO-Award, mit einem hervorragenden extra vergine wieder unter den besten Ölen des Wettbewerbs. Im Duft und am Gaumen Artischocke, eine großzügige Portion Mandeln (grüne, mit klarem Bitter bis süßlich-reif), Kräuternoten, Olivenblätter, feines, mittleres Bitter, ausgeprägte und langanhaltende Schärfe.

*mittelfruchtig*

127127. ITALIEN, Sizilien

Frantoi Cutrera, Primo BIO

Cutrera, ein klangvoller Name, eines großes Öl. Die Frage nach der genauen Platzierung dieses Öls („Warum nicht unter den Top 50?“), mutet angesichts des „Primo“ (100 % Tonda Iblea) recht akademisch an. Anmutig grün (frisch geschnittenes Gras, ätherisch-balsamische Kräuter, Weizengras, grüner Tee), am Gaumen etwas reifere Tomate, Artischocke und eine feine Chilischärfe, die auch das moderat bittere Finish bestimmt.

*mittelfruchtig*

128128. SPANIEN, Andalusien

Goya en España, Goya Organics BIO

Das 1936 von einem spanischen Emigranten in Manhattan gegründete Unternehmen, fand – knapp 40 Jahre später – über Puerto Rico und Santo Domingo – den Weg zurück nach Spanien. Was uns nur recht sein kann, denn Öle wie dieses, eine Cuvée aus Picual-, Hojiblanca- und Picuda-Oliven, braucht das Land. Im Duft frisch geschnittenes Gras, Kräuter, Tomate, grüne Äpfel und noch grüne Mandeln, am Gaumen nur wenig bitter (Artischocke, Chicoree, eine Spur Mandel), dafür (und gerade im Nachhall) umso pikanter.

*mittelfruchtig*

129129. KROATIEN, Istrien

BM – Buršić, De Kleva

Premiere und erste Auszeichnung für die ausgesprochen schöne Cuvée (Istarska bjelica, Buža, Frantoio, Leccino und Pendolino) von Familie Buršić, die südlich von Brtonigla über 2000 Olivenbäume bewirtschaftet. Das im Ansatz verführerisch süßliche Öl – ein „Mandelfestival!“ – duftet, neben all’ der Mandel, nach frisch geschnittenem Gras und Kräutern (Basilikum, etwas Rosmarin), am Gaumen dominiert die Mandel das Geschehen, im Nachhall nur zartes Bitter und ebenso zarte Schärfe.

*mittelfruchtig*

130130. ITALIEN, Umbrien

Frantoio Gaudenzi, Quinta Luna

Francesco Gaudenzi (Großfamilie inklusive), der die 1950 gegründete Ölmühle (21 Hektar Olivenhaine inklusive) seines Vaters mit großem Geschick zu noch größeren Erfolgen führt – er zählt mit bestechender Konstanz zu den besten Ölproduzenten Umbriens – konnte in diesem Jahr mit dreien seiner Öle punkten. Die Oliven (Moraiolo, Frantoio und Leccino) für das „Quinta Luna“, das aus dem Gaudenzi-Portfolio zweitplatzierte Öl, werden im Oktober ab dem „fünften Mond“ nach der Blüte geerntet. Moderates Bitter, distinkte, im Nachhall zunehmende Schärfe, davor ein Potpourri aus Artischocke und Olivenblättern, Oregano und Bittermandel, Banane und schwarzem Pfeffer.

*mittelfruchtig*

Platz 131 bis 145:

131131. ITALIEN, Sardinien

Nuovo Oleificio Sandro Chisu, Vantu Limited BIO

Noch eine Premiere! Sandro Chisu, sardischer Bio-Pionier der ersten Stunde, stellt zum ersten Mal im Rahmen des OLIO-Awards sein jüngstes Projekt in Öl vor, eine sehr harmonische Cuvée aus Bosana und Nera (ganz heimatlich: Olia Niedda und Olia de Ozzu), die nach reifen Tomaten, frisch geschnittenem Gras, Rauke, Basilikum und Thymian duftet. Am Gaumen hält diese Kombination aus Frucht und Frische lange vor, im Finish zarte Bitternoten und ein Quäntchen mehr Schärfe.

*mittelfruchtig*

132132. ITALIEN, Sizilien

Agrestis, Fiore d’Oro DOP Monti Iblei – Monte Lauro BIO

Es lebe die Kooperative! Die Genossenschafter von Agrestis können’s auch in diffizileren Zeiten, halten das hohe Niveau der vergangenen Jahre und sind mit gleich sechs Ölen aus ihrem Portfolio unter den Besten dieser Kampagne vertreten. Agrestis zum Dritten: 100 % Tonda Iblea mit vorwiegend grünem Profil (Gras, Tomatenrispen und -blätter), reifen Reflexen (Olivenfrucht, etwas Mandel), zarten Bitternoten (Artischocke, Kardone) und einem pikant akzentuierten Finale.

*mittelfruchtig*

133133. ITALIEN, Sizilien

Viragì, Polifemo DOP Monti Iblei – Gulfi

Unter den Sehenden ist der einäugige Zyklop König – eine neue Variante und Übung in Öl, die das noch junge Unternehmen Viragì aus Chiaramonte Gulfi (Sizilien, Provinz Ragusa) mit seinem polyphenolsatten, ausgesprochen harmonischen „Polifemo“ (100 % Tonda Iblea) mit Leichtigkeit absolviert. Reichlich Olivenlaub, grüne und reife Banane, grüne Tomaten, zartbittere, saftige Mandeln, am Gaumen im Ansatz süß, dann moderate Bitternoten und eine langsam ansteigende Schärfe mit langem Nachhall.

*intensiv fruchtig*

134134. ITALIEN, Sizilien

Giorgio Rollo, Letizia DOP Monti Iblei – Gulfi

Giorgio Rollo zählt zusammen Cutrera, Rosso und Terraliva zur Elite der Ölproduzenten Siziliens. Ein Indiz für die Qualität ihrer Öle könnte die Tatsache sein, dass die Olivenhaine der chosen few in den Iblei-Hügeln nördlich von Ragusa liegen. In diesen besonders günstigen Höhenlagen gedeiht die (der Name verrät es schon) Tonda-Iblea-Olive besonders gut, aus der sich – den Beweis treten sie Jahr für Jahr an – ein dauerhaft exzellentes, hocharomatisches Öl gewinnen lässt. Das in diesem Jahr moderat bittere, dafür umso schärfere, vergleichsweise langanhaltende „Letizia“ präsentiert sich vergleichsweise „grün“: noch nicht ganz reife Tomate (inklusive Blätter und Rispe), frisch geschnittenes Gras und ätherisch-balsamische Kräuter.

*mittelfruchtig*

135135. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Centonze, Case di Latomie IGP Sicilia

Nach einer längeren „Dürreperiode“ ist Familie Centonze, wie schon im letzten Jahr, mit ihrer Cuvée aus Biancolilla, Cerasuola und Nocellara del Belice im Rahmen des OLIO Awards, der Sprung ins „Olivenöloberhaus“ gelungen: auguri! Im Duft und am Gaumen präsentiert sich das extra vergine mit dem IGP-Siegel intensiv grün: noch unreife Tomaten, Artischocke, Gras, Lattich, grüne Banane und Kräuter (Thymian, Salbei, etwas Melisse), Im Nachhall zarte Bitternoten, etwas mehr piccantezza.

*intensiv fruchtig*

136136. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Hortulanus, Jill Georges DOP Seggiano BIO

Aus einem der zahlreichen idyllischen Täler beim Monte Amiata stammt das sortenreine extra vergine mit dem DOP-Siegel „Seggiano“, ein wie sein Name andeutet. aus der Olivastra di Seggiano (oder Seggianese) gewonnenes Öl, das die Eigentümern in renommierter Nachbarschaft bei Giorgio Franci pressen lassen. Das Öl punktet mit herb-blättrigen bis grasig-frischen Noten, Wildkräutern, einem „saftigen“ Walnussbitter und einem pfeffrigen Finish.

*mittelfruchtig*

137137. SPANIEN, Andalusien

Galgón 99 – Aceites Oro Bailén, Reserva Familiar Picual

Auf mittlerweile 140 Hektar Land produziert und vermarktet Familie Gálvez-Gonzalez auf ihren Fincas „Los Juncales“ und „La casa del agua“ in den Ausläufern der Sierra Morena (Provinz Jaén/Andalusien) seit Ende 2004 ihre Olivenöle, das „flüssige Gold von Bailén“. Ganzer Stolz und Flaggschiff des Sortiments: die Öle der Reserva Familiar. Das sortenreine, auch in diesem Jahr leuchtend grüne, ziemlich intensive Picual duftet ausnehmend tomatig-grün und grasig, dazu Thymian, Salbei, Rosmarin und etwas Minze, dazu grüne Äpfel und Avocado, am Gaumen Artischocken, Rauke, Chicoree und grüner Pfeffer. Verblüffend moderates Bitter und eine leichte Schärfe.

*mittelfruchtig*

138138. ITALIEN, Latium

Frantoio Battaglini, Dolce Vita Vivus BIO

Familie Battaglini war schon in der zweiten(!) Auflagen des OLIO Awards im Jahr 2004 mit einem ihrer Öle vertreten, Ehrensache, dass das 14 Jahre später wieder klappt! Sogar mit zweien. Das extra vergine „Dolce Vita Vivus“, ein sortenreines Leccino in Bio-Qualität, bewegt sich auf eher grünen Pfaden: grüne Mandeln und Äpfel, Rosmarin und Olivenblätter, am Gauemn Chicoree, Schnittlauch und weißer Pfeffer. Moderat pikantes Finish mit ebenso moderaten Bitternoten.

*mittelfruchtig*

139139. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Il Colle, Verde del Colle BIO

Paradiesische Zustände: Knapp 20 Autominuten von Florenz entfernt, erstreckt sich über 12 Hektar die Azienda Il Colle von Flavia Paoletti, die für kulturaffine Agritouristen und Reisende in Sachen Olivenöl ein mehr als lohnendes Ziel darstellt. Das Gelbe vom Ei – ihr Verde del Colle, eine Cuvée aus Frantoio, Moraiolo und Leccino ist alleine schon die Reise dorthin wert. Im Duft kräutersatt – Rosmarin, Minze, Zitronemelisse, Oregano und Thymian, am Gaumen grüne und süße Mandeln, der Nachhall hübsch bitter, dann von Piment d’Espelette und Chili beherzt und langanhaltend „angeschärft“.

*mittelfruchtig*

140140. GRIECHENLAND, Attika

Energaea, Harma Green BIO

Erneut ein Beweis, wie schön, wie klar ein gut gemachtes Koroneiki-Öl sein kann – diesmal, ganz auf der vegetabil-grünen Seite: frisch geschnittenes Gras, Olivenblätter, frische Kapern, Oregano, Thymian, Rosmarin, Schnittlauch, im Nachhall „feinherb“ und behutsam pikant.

*mittelfruchtig*

141141. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Prencipe Maria Rosa, Primofiore Monocultivar Ogliarola Garganica BIO

Der Gargano, das Vorgebirge, das einer kleinen Insel im Meer gleicht, ist die Heimat der gleichnamigen autochthonen Sorte, aus der Maria Rosa Prencipe ihr „Primofiore“ schöpft. Das ausgesprochen milde, fast „weiche“ Öl, duftet zart nach reifer Banane und Vanille in reizvoller Kombination mit Fenchel und grünen Tomaten, ein aromatische Kombination, die sich auch am Gaumen nachvollziehen lässt. Im Nachhall kaum bitter, pikante akzente sind vorhanden.

*leichtfruchtig*

142142. SPANIEN, Andalusien

Aceites Mondrón, Verdial

Ausgezeichnete Qualität, wie man sie von sorgfältig arbeitenden Genossenschaftern  (zumindest in Spanien), etwa den 450 Mitgliedern der „Olivarera San José Artesano SCA de Mondrón“ erwarten kann. Die Sorte Verdial macht ihrem Namen Ehre und „färbt“ das Öl entsprechend grünaromatisch ein: grüne Tomate (Blätter und Rispe inklusive), Äpfel, etwas unreife Banane, „herbes Kräutergrün“, am Gaumen wirkt die Tomatenfrucht reifer, das Öl gewinnt dadurch an Komplexität. Im Nachhall moderat bitter, in Sachen Schärfe ganz ähnlich.

*mittelfruchtig*

143143. GRIECHENLAND, Peloponnes

Nicos Psaltiras, Pyrgos Garbelias

Nicos Psaltiras revisited: Das sortenreine Koroneiki „Pyrgos Garbelias“ haben wir schon 2004 und 2005 im Rahmen des OLIO-Awards ausgezeichnet, höchste Zeit das zu wiederholen. Im Duft florale Noten, Mandeln, grüne und reife Banane, Apfel (in diversen Reifestadien), am Gaumen leicht süßlicher Ansatz, feines Bitter und zarte Schärfe – Glückwunsch und auf die nächsten 14 Jahre!

*mittelfruchtig*

144144. KROATIEN, Istrien

Agrofin, Mate Timbro Istriano

Mate Vekic gründete sein Unternehmen 1998 im Alter von 76 Jahren im istrischen Zambratija. Heute ist Tochter Aleksandra für die etwa 26 000 Bäume (Frantoio, Leccino und Pendolino) und vier qualitativ hochwertigen Öle „Transparenza Marina“, „Timbro Istriano“, „Professional Blend“ und (Neuzugang im Portfolio) „Bianca Belleza“ verantwortlich. Das „Timbro Istriano“, ein sortenreines Frantoio, duftet und schmeckt nach „Mandel und Banane in Reinkultur!“, dazu eine leichte Milchkaffeenote, im Nachhall moderates, leicht adstringierendes Mandelbitter und eine distinkte, langsam heranrollende, dafür umso langanhaltende Schärfe.

*mittelfruchtig*

145145. ITALIEN, Apulien

Oilalà, Monocultivar Coratina

Olivenöl, Balsamessig, eingelegtes Gemüse, Gemüsepâtés und Brotaufstriche – bei Oilalà mit Sitz in der Hafenstadt Barletta, deckt man die ganze Bandbreite naturnaher Genüsse ab. Das sortenreine Coratina gehört denn auch tatsächlich dazu: Mandeln (grün bis reif), Banane (ebenso), grüne Tomate, Artischocke, darüber grasige Noten, am Gaumen leicht trocknendes Bitter mit feiner Schärfe im Nachgang: elegant!

*leichtfruchtig*

Platz 146 bis 160:

146146. KROATIEN, Istrien

Olea B. B., Oleum Viride Buža

Die Initialen BB, die sich auf den geschmackvoll bunt gestreiften Flaschen finden, stehen für Bosiljka Belić und nach wie vor für einige der besten Olivenöle Kroatiens. Insgesamt zehn verschiedene sind’s – ein Lehrpfad durch die Vielfalt des Olivenhains –, davon neun an der Zahl reinsortig: von Ascolana tenera, Buža, Casaliva über Cipressino, Frantoio, Istarska bjelica und Itrana, Leccino, Pendolino sowie Picholine bis hin zu Rosulja und Vodnjanska crnica.  Das im Ansatz süßliche Buža duftet nach reifen Äpfeln, frischen Kräutern (Basilikum, Zitronenthymian) und noch grünen Mandeln, am Gaumen wirkt die Mandelnote deutlich reifer, weicher (fast gen Haferkeks), umso überraschender und willkommener das zarte Bitter und die „saftige Schärfe“ im Finale.

*mittelfruchtig*

147147. ITALIEN, Sizilien

Frantoio Romano Vincenzo, Le Sciare

69 Jahre Olivenöl und noch immer kein bisschen müde – im Gegenteil. Was 1959 recht bescheiden begann, ist heute in qualitativer Hinsicht geradezu modellhaft: 2007 investierte das Unternehmen im für seine Pistazien berühmten sizilianischen Städtchen Bronte in eine „Mühle“ (eigentlich eine hypermoderne Extraktionsanlage), das Ergebnis schmecken Sie unter anderem hier: Nocellara Etnea, Tonda Iblea, Biancolilla – eine sizilianische Dreifaltigkeit, die’s in sich hat! Die Abfüllung grünt nach allen Regeln der Kunst: im Duft grüne Tomaten und Tomatenblätter, Artischocke und ätherisch-balsamische Kräuter (Minze, Eukalyptus), am Gaumen von allem ein wenig mehr. Im Nachhall Walnuss- bis Mandelbitter und eine spät einsetzende, recht druckvolle Schärfe.

*mittelfruchtig*

148148. ITALIEN, Toskana

Coop. Agr. Colli Etruschi, eVo DOP Tuscia

Die Genossenschaft Colli Etruschi aus Blera bei Viterbo, der immerhin 330 Olivenbauern angehören, die zusammen etwa 800 Hektar Land mit über 40000 Olivenbäumen (Sortenspiegel: hauptsächlich Caninese, dazu Frantoio und Leccino) bewirtschaften, konnte heuer mit dem reinsortigen Caninese „eVo“ punkten: reife Tomate, Stangensellerie, Olivenblätter, Apfel, Artischocke, etwas grüne Mandel, Im Nachhall zartes Walnussbitter und eine recht präsente Peperoncino-Schärfe.

*leichtfruchtig*

149149. ITALIEN, Umbrien

Frantoio Batta, Olio Extra Vergine di Oliva BIO

Zum sechsten Mal in Folge unter den Besten! Der im Jahr 1923 vom Großvater des jetzigen Produzenten Giovanni Batta in Perugia gegründete Betrieb (von Anfang an mit eigener Ölmühle), der heute von den Früchten von etwa 3400 Bäumen auf gut 14 Hektar Land zehrt, ist erneut mit von der Partie – diesmal mit zwei Ölen aus seinem Portfolio. Die mittelfruchtige Cuvée (Frantoio, Dolce Agogia, Leccino, Moraiolo und Ascolana) in Bioqualität duftet nach (eher grünen) Tomaten, frisch geschnittenem Gras, grünen und gelben Äpfeln, am Gaumen dann Chicoree, Kardonen, grüner Pfeffer, Bitterkeit und Schärfe sind (noch eben) moderat und in schönster Balance.

*mittelfruchtig*

150150. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Giacomo Grassi, Monovarietale di Leccio del Corno

Aus dem reichhaltigen Öl-Portfolio der Familie Grassi, die bei Greve im Chianti auf etwa 10 Hektar rund 2000 Olivenbäume bewirtschaftet, favorisiert die Jury des OLIO-Awards in diesem Jahr unter anderem das reinsortige, im Ansatz leicht süßliche „Leccio del Corno“: „Almond heaven!“ im Duft und am Gaumen, dazu dann irgendwann auch etwas Banane (grün, reif und Schale), bevor es im Finale wieder (etwas trocknend) mandelbittert, die moderate Schärfe ordnet sich derweil etwas unter.

*mittelfruchtig*

151151. KROATIEN, Istrien

OPG Lupić, Bembo – Rožinjola

Auf 20 Hektar Land haben Elena und Vedran Lupić bei Bale ab 2000 gut 4000 Olivenbäume angepflanzt, die erste Ernte konnten sie 2003 einfahren. Das „Bembo“, ein sortenreines Rožinjola-Öl, zeigt im Duft kräftige Tendenzen gen Mandel und Banane, die am Gaumen noch viel ausgeprägter wirken. Im Nachhall mittleres Mandelbitter und leichte Raukeschärfe.

*mittelfruchtig*

152152. ITALIEN, Toskana

Poggio al Sole, Olio Extra Vergine di Oliva

Was wäre eine toskanische cantina ohne eigenes Öl? Das halbe Vergnügen! Und das selbst dann noch, wenn man wie Johannes Davaz zusätzlich mit einem Weingut in der Schweiz auftrumpfen kann. Kein Wunder also, dass der Schweizer Expat und Wahltoskaner auch dieses Feld nicht unbeackert lässt und – wie viele seiner Nachbarn auch – seine Oliven bei den Ölmüllern von Torre Bianca und La Ranocchiaia pressen bzw. mahlen lässt. Die im Ansatz leicht süßliche Mischung aus Frantoio, Leccino, Moraiolo und Pendolino bringt ein bemerkenswertes Quantum Mandeln (grün und reif) auf die Waage. Wildkräuter gibt’s obenauf, die „Mandelei“ bleibt jedoch stets im Vordergrund. Im Nachhall mandelbitter (natütlich!) und vergleichsweise scharf („mit Gusto agressiv“) – insgesamt vielleicht ein wenig eindimensional, „aber mit Feuer“!

*mittelfruchtig*

153153. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Fisicaro Sebastiana – Frantoi Galioto, Moresca Monocultivar

Ferla, Provinz Syrakus, Sizilien: Ein Familienbetrieb in vierter Generation, knapp 100 Hektar Land mit 20 000 Olivenbäumen (70 % davon Tonda Iblea, der Rest Marmurigna, Nocellara, Biancolilla und Moresca) und noch mehr Kompetenz, die sich in dem zweiten sortenreinen Moresca-Öl des Hauses (diesmal ohne Bio-Siegel) manifestiert: reife Tomaten, mürber Apfel, am Gaumen rote Beerenfrüchte, reife Banane und Noten von roter Paprika. Ein eher „rundes“, vergleichsweise komplexes Öl, moderat bitter, wenig scharf.

*mittelfruchtig*

154154. ITALIEN, Toskana

Tenuta del Palagio, Polifenolio

Beim jüngsten Öl im Portfolio, dem „Polifenolio“, ist der Name Programm, denn die Coupage aus Moraiolo, Frantoio, Leccino und Pendolino wird vom Produzenten auf einen hohen Polyphenolgehalt hin getrimmt, der sich in einem prächtigen Bitter und mehr als stabiler Schärfe manifestiert. Das Öl wirkt trotz der Zuspitzung sehr harmonisch, Aromen von Artischocken, Olivenblättern, Lattich, grünem Pfeffer und aromatischen Peperoncini,  runden den guten Gesamteindruck ab.

*mittelfruchtig*

 

155

155. SPANIEN, Andalusien

Castillo de Canena, Reserva Familiar Arbequina

Familie Vaño – treibende Kraft ist Rosa Vaño – und ihr Team produzieren im Valle del Guadalquivir (urkundlich werden sie 1780 zum ersten Mal erwähnt) ihre im Grunde jährlich prämierten Olivenöle, die nach dem gleichnamigen Kastell aus dem 16. Jahrhundert benannt sind. Das sortenreine Arbequina fällt wesentlich „lebhafter“ als noch im letzten Jahr aus: frisch geschnittenes Gras, Avocado, grüne Mandeln und fruchtig-zitrische Noten, Rauke, Feldsalat, Gras und Zitronenmelisse), ein Hauch Banane, Chili-Nachhall und moderates Bitter im Finish.

*mittelfruchtig*

156156. ITALIEN, Lombardei

Comincioli, i denocciolati Leccino

Gianfranco Comincioli ist der Chef eines Unternehmens „in Öl“ (und selbstredend Wein, dito Grappa), das etwas über 460 Jahren im Geschäft ist und möglicherweise schon ähnlich lang zu den überragenden Ölproduzenten am Gardasee, wenn nicht gar Italiens zählt. Dort, am Südwestufer des Sees bei Salò, besitzen die Cominciolis (nun schon in 14. Generation) 10 Hektar Olivenhaine mit etwa 2600 Bäumen – ein ideales Fleckchen Erde für Casaliva, Leccino und Co., aus denen drei der immer wieder zu den Besten der Welt zählenden Öle entstehen. Das sortenreine Leccino duftet nach süßen Mandeln, Zitronen und saftigem Gras, am Gaumen dann deutlich kräutriger, deutlich reifer (rote, fast karamellig-mürbe Äpfel). Zartes Bitter, kaum Schärfe – ein im besten Sinne „weiches“ Öl.

*mittelfruchtig*

157157. SPANIEN, Andalusien

Knolive Oils, Epicure

Familie Yévenes, Produzentin des ausgezeichnten „Hispasur“, widmet sich seit 1858 dem Olivenöl, Zeit genug also, um eine zeitgeistige, dabei qualitativ hervorragende Zweitmarke zu etablieren. Das „Epicure“, ein kaum bitterer Blend aus Hojiblanca und Picuda, kann an die Vorjahresform nicht ganz anknüpfen, sehr schön trotzdem das aromatische Spektrum von grünen und reifen Tomaten, Olivenblättern, Artischocke und würzigem Apfel in Verbindung mit einer sehr feinen, sehr spät einsetzenden Schärfe.

*mittelfruchtig*

158158. ITALIEN, Sizilien

Agrestis, Olio Extra Vergine di Oliva IGP Sicilia

Es lebe die Kooperative! Die Genossenschafter von Agrestis können’s auch in diffizileren Zeiten, halten das hohe Niveau der vergangenen Jahre und sind mit gleich sechs Ölen aus ihrem Portfolio unter den Besten dieser Kampagne vertreten. Agrestis zum Vierten: Im Duft changierend zwischen reifer Banane und Apfel, rote Früchten, floralen Noten bis hin zu einer eine Spur Maracuja, dann wieder leicht grasig. Am Gaumen leicht Mandel, süßliche Pinienkerne, zartherbe Kräuter (Thymian, Salbei), schwarzer Pfeffer. Im Nachhall kaum bitter, nur wenig pikant.

*mittelfruchtig*

159159. PORTUGAL,

Olival da Risca, Reserva da Familia BIO demeter

Die Familien Bernhard und Zehnder – echte Schweizer Robinsons – fanden ihr Glück in Portugal, als sie dort vor 15 Jahren ein über 90 Hektar großes Grundstück kauften und zwei Jahre später mit der Bewirtschaftung begannen. Seit 2009 besitzt das 2007 von Andreas Bernhard, Alfred Zehnder und Ralph Mäder aus der Taufe gehobene Unternehmen vollen Demeter-Status, seit 2011 sind uns ihre Öle eine Empfehlung wert, zum dritten Mal in Folge gilt sie der „Reserva da Família“, einer moderat bitteren, leicht pfeffrigen Cuvée aus Cobrançosa, Galega vulgar und Verdeal, die nach reifen Mandeln, Pinienkernen und getrockneten Haselnüssen duftet, am Gaumen an Oregano, Feldsalat, grüne Paprika, Rauke und weißen Pfeffer erinnert.

*mittelfruchtig*

160160. SLOWENIEN, Obalno-kraška

Vanja Dujc, Itrana ZOP Slovenske Istre

Vanja Dujc ist unorthodox und über die Maßen erfolgreich. Die großartigen Olivenöle des gelernten Maschinenbau-Ingenieurs gehören für Oleophile seit Jahren zu den sicheren Quellen. Und heuer sprudeln sie reichlich! Unser liebstes Dujc-Öl in diesem Jahr: das sortenreine, moderat bittere Itrana. Im Duft aromatisches Apfelgrün, Olivenblätter, Artischocken im Kräuterbeet (Basilikum, Rosmarin, Minze, Salbei), am Gaumen pikante Rauke, Lauch und, vor allem im Nachhall, weißer Pfeffer.

*mittelfruchtig*

Platz 161 bis 175:

161

161. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Cosmo di Russo, Don Pasquale Monocultivar Itrana DOP Colline Pontine

Zum dritten Mal in Folge hat sich das „Don Pasquale“ einen Platz unter den besten Ölen des Jahrgangs sichern können. Der anfangs verhalten pikante, vergleichsweise milde (weiche Bittermandelnotennoten) Itrana-Reinsorter duftet nach grünen bis reifen Tomaten, etwas Banane und Melone mit mildwürzigem Salbei-topping. Am Gaumen dann Salatblätter, mehr Melone, frische Dicke Bohnen und Kräutergrün (Basilikum, ein Hauch Minze).

*mittelfruchtig*

 

 

162162. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Cosmo di Russo, Caieta

Auch das dritte sortenreine Itrana von Maestro Russo kann sich unter den Besten behaupten: Im Duft grüne und reife Tomaten (nebst Blattwerk), Olivenlaub, Artischocke, grüne Banane und zitrische Noten, am Gaume würzig-kräutrig-pfeffrig, das Finish entsprechend pikant und angenehm (moderat und ausbalanciert) mandelbitter.

*mittelfruchtig*

 

 

163163. ITALIEN, Latium

Az. Agr. Alfredo Cetrone, Intenso Monocultivar Itrana

Kein OLIO-Award ohne Alfredo Cetrone – dem campione auf den Campidoglio! Das recht „grüne“ extra vergine „In“(tenso) gibt sich in diesem Jahr etwas zurückhaltender, im Duft reife Tomaten, frisch geschnittenes Gras, zitrische Noten (Blutorange!), am Gaumen moderat bitter, kräuterfrisch (Salbei, Fenchel und etwas Minze), zart-herbe Rauke, Radicchio und feine Radieschenschärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

164164. SLOWENIEN, Obalno-kraška

Vanja Dujc, Couvée ZOP Slovenske Istre

Vanja Dujc ist unorthodox und über die Maßen erfolgreich. Die fulminanten Olivenöle des gelernten Maschinenbau-Ingenieurs gehören für Olivenölfans seit Jahren zu den sicheren Quellen. Seine „Couvée“ aus 16 verschiedenen Sorten – darunter die autochthone Istrska belica (die „weiße Istrierin“), dazu sicherlich auch Itrana, Maurino, Leccino und, und, und … „mandelt“ fröhlich grün vor sich hin, dazu etwas Banane (ebenfalls eher grün), Noten von saftigem Gras, Kräutern und weißem Pfeffer, das Finish sehr harmonisch, pikante und bittere Akzente in bester Balance.

*mittelfruchtig*

 

 

165165. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Viola, Colleruita DOP Umbria Colli Assisi – Spoleto

Auch in diesem Jahr ist Marco Viola, der mit seinen umbrischen Ölen eine Familientradition fortführt, die bis in die 1850er-Jahre zurückreicht, mehrfach vertreten – diesmal sind es vier Öle, die nach Ansicht der Jury des OLIO-Awards zu den besten der Welt gehören – complimenti! Moraiolo, Frantoio und Leccino von den Hügeln um Roviglieto und Scandoloro für ein Mehr (ein Meer!) an Mandeln, dazu frisch geschnittenes Gras, reife Tomate, eine zarte Würze (rosa Pfeffer, Estragon) und ein leicht pfeffriges Finish.

*leichtfruchtig*

166166. ITALIEN, Toskana

Soc. Agr. Podere Grassi, L’Olinto Monocultivar Frantoio DOP Chianti Classico BIO

Mehr von Grassi: Unser zweiter Favorit aus dem reichhaltigen Öl-Portfolio der Familie Grassi, die bei Greve im Chianti auf etwa 10 Hektar rund 2500 Olivenbäume bewirtschaftet: das „Monocultivar Frantoio“ mit DOP-Siegel. Dieses – wie der Name schon sagt – reinsortige Öl zeigt sich von einer fast hemdsärmlig-rustikalen Seite, laut Verkostungsbogen „Mandeln plus Schärfe plus adstringierendes Bitter“, was wir um grasig-grüne Frische, leichte Kaffeenoten und einen bemerkenswert langen Nachhall ergänzen.

*mittelfruchtig*

 

 

167167. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Ciccolella Giuseppe, Coppadoro

Sortenreines Coratina – die Oliven für dieses extra vergine stammen aus der Gegend um Giovinazzo, Molfetta und Terlizzi – für ein nicht ganz klassisches Thema (jede Menge Mandeln, grüne bis reife, süßliche Gewürznoten) mit einigen Variationen (duftige Kräuter, Banane, ein Hauch Pfirsich) und einem inspiriert abgetönten Finale (dezentes, fast weiches Mandelbitter, feine Schärfe).

*mittelfruchtig*

168168. PORTUGAL, Algarve

Viveiros Monterosa, Selection Premium

Viveiroa Monterosa: Eigentlich Spezialist für Zier- und Nutzpflanzen aller Art (von der Bougainvillea bis hin zum Bambus), mittlerweile auch erfolgreicher Produzent hochwertiger Öle. Was tatsächlich naheliegt, denn seit Jahren züchtet dieses Unternehmen für andere Olivenbäume – warum also nicht selbst Hand anlegen? 20 Hektar Olivenhaine bei Moncarapacho (östliche Algarve), fünf verschiedene Öle, eines davon unter unseren Jahrgangsbesten. Die Coupage aus Verdeal, Maçanilha, Picual und Cobrançosa wirkt im Ansatz sehr süß, man kann sich des Eindrucks von reifen Mandeln, Marzipan und (Mandel-)Keks kaum erwehren („very nice!“), wird dann doch von den ausgeprägten Bitternoten und einem zunehmend scharfen Nachhall angenehm überrascht.

*mittelfruchtig*

 

169169. KROATIEN, Istrien

OPG Lupić, Bembo – Buža

Auf 20 Hektar Land haben Elena und Vedran Lupić bei Bale ab 2000 gut 4000 Olivenbäume angepflanzt, die erste Ernte konnten sie 2003 einfahren. Das sortenreine Buža-Öl erinnert an reife und grüne Mandeln, Tomate (plus Blätter), grünen Pfeffer, Basilikum, Blattspinat, im Nachhall leicht Artischocke (feines Bitter) und die (hier vergleichsweise ausgeprägte) Schärfe von Weißkohl und Kresse.

*mittelfruchtig*

170170. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Fisicaro Sebastiana – Frantoi Galioto, Castel di Lego IGP Sicilia

Ferla, Provinz Syrakus, Sizilien: Ein Familienbetrieb in vierter Generation, knapp 100 Hektar Land mit 20 000 Olivenbäumen (70 % davon Tonda Iblea, der Rest Marmurigna, Nocellara, Biancolilla und Moresca) und noch mehr Kompetenz, die sich in einem verhalten bitteren, dafür umso pikanteren Mischung („Schön pfeffriges Finish!“) aus Moresca und Tonda Iblea manifestiert, die zwischen Wildkräutern, Lattich, später grüne und reife Banane, ihre aromatischen Kreise zieht.

*mittelfruchtig*

171171. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Viola, Costa del Riparo BIO

Auch in diesem Jahr ist Marco Viola, der mit seinen umbrischen Ölen eine Familientradition fortführt, die bis in die 1850er-Jahre zurückreicht, mehrfach vertreten – diesmal sind es vier Öle, die nach Ansicht der Jury des OLIO-Awards zu den besten der Welt gehören – complimenti! Die wenig bittere, dafür leicht (im Nachhall ansteigend)  pikante Cuvée aus Frantoio und Moraiolo bewegt sich in aromatischer Hinsicht zwischen grüner und reifer Mandel und Banane, kleine Ausflüge in den Kräutergarten sind auch drin.

*mittelfruchtig*

 

 

172172. ITALIEN, Abruzzen

Az. Agr. Tommaso Masciantonio, Intosso

Zum dritten Mal Tommaso Masciantonio, zum dritten Mal ein ausgezeichnetes extra vergine! Das sortenreine Intosso wirkt ausgesprochen grünblättrig (Olivenlaub, Tomatenpflanze), weiter im Thema mit Spinatblättern, Basilikum, Rauke (recht pfeffrig) und Radieschen. Im Nachhall ausgewogen bitter und in ähnlichem Maße pikant … – um dann doch ziemlich an Schärfe zuzulegen!

*mittelfruchtig*

 

 

173173. GRIECHENLAND, Peloponnes

Aetos, Agia Sofia Estate BIO

Der Athinolia-100-Prozenter zeigt sich von der grasig-grünen-herben Seite mit einigen Fruchteinsprengseln (grüne Äpfel, noch grüne Tomate, Mandeln), bleibt am Gaumen zurückhaltend herb, trumpft dafür im Finish mit schwarzem Pfeffer auf.

*leichtfruchtig*

174174. Frankreich, Auvergne-Rhone-Alpes

Domaine La Magnanerie, Cuvée Sauvage BIO

Das 2006 von Eric Martin gegründete Unternehmen wächst und gedeiht, seine gar nicht so wilde Mischung (seit 2011 biozertifiziert) erst recht: Die wenig zahme „Cuvée Sauvage“ (Bouteillan, Aglandau und Picholine) duftet und schmeckt nach bitteren Mandeln, Kardonen, Chicoree, Löwenzahn, Kräutern (Thymian, Rosmarin), am Gaumen nachdrückliche Senföl-Schärfe (Rauke, Rettich) und ausgesprochen kräftige Walnussbitternoten.

*mittelfruchtig*

 

 

175175. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. De Carlo, Tenuta Torre di Mossa Monocultivar Coratina DOP Terra Di Bari Bitonto

Die De Carlos erreichen mit dem Coratina-Reinsortert nicht ganz die Qualität ihres diesjährigen OLIO-Award-Siegers „Tenuta Arcamone“, hübsch ist es trotzdem:  Im Duft eher zurückhaltend, Mandeln, eine Spur Apfel, ein Hauch Artischocken, eher reife Olivenfrucht und trotz fröhlicher Ausschläge auf der Bitter- bzw. Schärfeskala letztlich moderat. Am Gaumen dann eine leicht süßliche Bananen-Mandelaromatik.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 176 bis 190:

 

 

176

176. SPANIEN, Andalusien

Aceites Hacienda El Palo, Bravoleum Variedad Nevadillo Blanco

150 Hektar Olivenhaine, über drei Millionen Liter Olivenöl pro Jahr – und trotzdem „nur“ ein, wenn überhaupt, mittelgroßer Betrieb: andalusische Verhältnisse! Das sortenrein aus Nevadillo-Blanco-Oliven gewonnen Öl ist unser Favorit aus dem Portfolio von Familie Martos Ávila – auch wenn es diesmal nicht zu einem OLIO Award wie im letzten Jahr gereicht hat: Tomatenlaub, frisch geschnittenes Gras, etwas Avocado, Zitronenzeste, grüne Banane, Kardonen, der Bitter-Schärfe-Komplex im Finish sehr moderat, wobei der Pfeffer doch die Oberhand behält.

*leicht fruchtig*

177177. TUNESIEN, Zaghouan

Domaine Ben Ammar – Tunisia Natura, Ivlia BIO

Eine schöne Bescherung! Wer hätte gedacht, dass diese tunesische „Julia“ in Bio-Qualität dermaßen mit ihren Pfunden wuchert? Das aus Chetoui-Oliven gewonnene Öl hat alles, was ein Öl (unserer Meinung nach) braucht: würzige Frische (Olivenblätter, Lorbeer, Oregano), ein strahlendes, kräftiges Bitter (grüne Mandeln, Artischocken, Kardonen, Radicchio) und entsprechende Schärfe (Rauke und Peperoncini

*mittelfruchtig*

 

 

178178. ITALIEN, Toskana

Fattoria Nittardi, Oliva di Nittardi

Die Cuvée, die Galerist Peter Femfert und Ehefrau Stefania Canali bei Torre Bianca aus den Sorten Frantoio, Moraiolo, Correggiolo und (vermutlich) Leccino pressen lassen, duftet und schmeckt grasig-frisch, nach grünen, ungeschälten Mandeln und Banane (nebst Schale), Basilikum und etwas Minze. Der Nachhall hat pfeffrige Schärfe, die von appetitanregenden Bitternoten flankiert wird.

*mittelfruchtig*

 

 

179179. GRIECHENLAND, Westgriechenland

Papadopoulos Olive Oil Mill – Mythocia, PGI Olympia

Silbermedaille im hausinternen Vergleich bei Konstantinos Papadopoulos (das in diesem Jahr beste Olivenöl aus Griechenland im Wettbewerb stammt ebenfalls aus seiner Mühle) geht an diese zurückhaltend bittere, angenehm pikante Cuvée aus Kolireiki- und Koroneiki-Oliven, die mit schöner Tomatenfrucht, etwas Mandel, grasig-frische Noten, einem Hauch Kamille, Kräutern (Thymian, Basilikum) und etwas Schnittlauch, die Jury überzeugt hat.

*leichtfruchtig*

180180. TUNESIEN, Zaghouan

AGROMED, Oriviera BIO

Die Chetoui-Oliven für dieses Öl stammen aus der Region Zaghouan im Norden Tunesiens, in der ein vergleichsweise mild-mediterranes Klima die Regel ist. Das „Oriviera BIO“ zeigt sich mit klaren Bitternoten und langanhaltender Schärfe von einer etwas handfesteren Seite, Dazu grasig-frische Aromen, Noten von Oliven- und Feigenblätter, am Gaumen wirkt es deutlich reifer (Tomate, gelber Apfel).

*mittelfruchtig*

 

 

181181. ITALIEN, Toskana

Tenuta Gardini, Olio Extra Vergine di Oliva

Der Blend aus Moraiolo, Frantoio, Leccino, Pendolino und Maurino der Tenuta Gardini – ein idyllisch gelegenes Landgut bei Bibbona mit ebenso idyllischem Relaishotel – stammt von 22 Hektar Olivenhainen (5000 Bäume) und ist tatsächlich blendend gelungen: Bittermandel, sehr frische, noch quasi grüne Pinienkerne, frisch geschnittenes Gras, duftiges Heu und Artischocken, im Nachhall klares, ausdrucksvolles Mandelbitter und feine Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

182182. ITALIEN, Toskana

Conte Antonio Nardi-Dei da Filicaja Dotti, Olio Extra Vergine di Oliva IGP Toscano

Ein typisch toskanischer Blend (70 % Frantoio, 20 % Moraiolo, 10 % Leccino) mit allem, was us die Toskana-Therapie (in Öl) so lieb und wert erscheinen lässt: grasig-duftige Frische, Mandelaromen, etwas Banane, Birne und gelber Apfel, Olivenblätter, ein feines, leichtfüßiges Bitter und ausdrucksvolle Peperoncino-Zitronenpfeffer-Schärfe.

*leicht fruchtig*

 

 

183183. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Di Martino – Schinosa, La Coratina

Mit Fertigstellung der neuen Ölmühle „Frantoio Schinosa“ im September 2015,schreibt Familie Di Martino ganz offensichtlich an einem neuen Kapitel in Sachen Öl. Das „La Coratina“, wie der Name schon sagt, zu 100 % aus Coratina-Oliven gewonnen, liest sich laut Verkostungsnotiz, so: „Olivenfrucht, gelber Apfel, würzig-frisch, Mandelbitter, Artischocken, feine Schärfe“.

*leicht fruchtig*

 

184184. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Di Martino – Schinosa, Olio Extra Vergine di Oliva

Mit Fertigstellung der neuen Ölmühle „Frantoio Schinosa“ im September 2015,schreibt Familie Di Martino ganz offensichtlich an einem neuen Kapitel in Sachen Öl. Das „Olio Extra Vergine di Oliva Italiano“, eine nicht alltägliche Cuvée aus Nocellara und Picholine, iest sich laut Verkostungsnotiz, so: „Olivenblätter, grüne Tomate, Kräuter (Basilikum!), grüner Apfel“ – wir ergänzen: „moderates Bitter“ und „ansteigende Schärfe“.

*mittelfruchtig*

 

 

185185. ITALIEN, Toskana

Fattoria di Fèlsina, Berardenga BIO

Winzer Giuseppe Mazzocolin – der Macher des vortrefflichen Chianti Classico Riserva „Rancia“ – erzeugt auf seinem Landgut in Castelnuovo Berardenga, etwa 20 Kilometer östlich von Siena, insgesamt fünf verschiedene Olivenöle. Zwei davon zählen zu unseren Jahrgangsbesten. Nummer eins, die im Ansatz süßliche Cuvée „Berardenga“ (Pendolino, Moraiolo, Raggiolo und Leccino), duftet und schmeckt nach reifen Tomaten samt Rispe, Artisckocken, etwas Minze, Mandeln (am Gaumen allmählich immer intensiver werdend) und Mandelkeks. Im Nachhall feines, etwas zurückgenommenes Mandelbitter und eine leichte piccantezza.

*mittelfruchtig*

 

 

186186. ITALIEN, Toskana

Caliptra & Mignola, Il Sogno del Pinzimonio

Die Marke Caliptra & Mignola gehört zum „Imperium“ Giacomo Grassis – Qualität ist also Pflicht: Eine Übung, die der recht bittere und inspirierend scharfe „Pinzimonio-Traum“, eine Mischung aus (in etwa) 80 % Frantoio, 15 % Leccino und 5 % Pendolino, mit quasi traumwandlerischer Sicherheit meistert: viel Bittermandel, Artischocken und balsamische Kräuter (Minze, etwas Salbei), herb-würzige Noten (Walnussgrün, eine Spur Harz), im Nachhall eine schöne Dosis schwarzer Pfeffer.

*mittelfruchtig*

187187. SPANIEN, Kastilien – La Mancha

Casas de Hualdo, Monovarietal Picual

Casas de Hualdo, ein ambitioniertes und ausgesprochen erfolgreiches Unternehmen aus der D.O. Montes de Toledo, dessen Ölmühle inmitten seiner über 300 000 Bäume zählenden Olivenhaine steht, kann in diesem Jahr nicht nur eine Platzierung unter den Top 50 verbuchen („Reserva de Familia“), sondern hat noch drei weitere AOVEs im Rennen, die ebenfalls zu den unseren 250 Besten zählen. Nummer drei in der Gunst der Jury, das reinsortige Picual, das an grüne und reife Tomaten (inklusive Blätter), Artischocken, Kräuter (insbesondere hierbabuena und Thymian), grüne Bananen, Bittermandeln, Rauke und Schnittlauch erinnert.

*mittelfruchtig*

 

 

188188. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Ferrara, Olio Fontana Rosa Plurivarietale

Die Cuvée aus Leccino und Coratina benannt nach einer von drei aziende, die zum Unternehmen gehören, in diesem Fall bestückt mit sechs Hektar Olivenhainen nahe der Stadt Manfredonia, wird im Oleificio Fratelli Mascantonio gepresst. Das Ergebnis? Tomate, Kamille, Apfel, Wildkräuter, zartes Mandelbitter, leichte Peperoncino-Schärfe.

*leichtfruchtig*

189189. ITALIEN, Kampanien

Frantoio Romano, Picholine Monovarietale

Alberto Romano – nicht zu verwechseln mit dem Sizilianer Vincenzo Romano! – kann mit seinem für die Region nicht unebdingt typischen Picholine punkten: grüne Mandeln, reife Mandeln, geröstete Mandeln, Walnuss- und Kaffeebitter, Artischocken, Olivenblätter, Oregano, Thymian, grüner Pfeffer, im Nachhall moderates Bitter und ähnlich gelagerte Schärfe.

*mittelfruchtig*

190190. PORTUGAL, Centro

Gallo, Azeite Novo

Nordöstlich von Lissabon, etwa 100 Kilometer den Tejo hinauf, erzeugt die Genossenschaft in Abrantes das „Azeite Novo“ auf Basis von Picual, Picudo, Cobrançosa und Cornicabra, das die Komplexität dieser Coupage auch am Gaumen widerspiegelt: Tomaten plus Tomtengrün, Mandel- und Artischockenbitter, florale Noten, balsamisch-herbe Kräuter, Rauke- und Rettichschärfe, die sich im Finish gen Pfeffer auflöst.

*mittelfruchtig*

Platz 191 bis 205:

191191. ITALIEN, Apulien

Soc. Agr. Stoica, Olio Novello BIO

Zweiter Anlauf, zweite Platzierung unter den Besten: Andrea Cecconi und Andrea Lucarelli – „two gentlemen making awesome olive oil“ – seit 2015 Partner, komponieren Ihr „Novello“ aus Leccino, Frantoio, Moraiolo, Pendolino, Dolce Agogia und Borgiona. Und dieses Opus hat es in sich: Bittermandel, Kardonen, Artischocke, eine kleine grüne Insel (Basilikum, Thymian), später dann Pinienkerne, Walnüsse, rosa Pfeffer. Im Nachhall freundliche Bitternoten, die Schärfe ebenso.

*leichtfruchtig*

 

 

192192. SPANIEN, Andalusien

Aceites Hacienda El Palo, Bravoleum Variedad Picual

150 Hektar Olivenhaine, über drei Millionen Liter Olivenöl pro Jahr – und trotzdem „nur“ ein wenn überhaupt mittelgroßer Familienbetrieb: andalusische Verhältnisse! Familie Martos Ávila macht nun schon in vierter Generation in Öl und spätestens seit Einführung ihrer Marke Bravoleum alles richtig. Hier kommt auf seine Kosten, wer „heftiges Kräutergrün“ liebt, den Geruch von frischem Hanf, grünen Kaffeebohnen und unreifen Mandeln sowie würzig-herbe Bitternoten und eine ebenfalls grüngetönte Schärfe.

*mittelfruchtig*

193193. ITALIEN, Sardinien

Accademia Olearia, Fruttato Verde DOP Sardegna

Das extra vergine „Fruttato Verde“ der „Öl-Akademiker“ Giuseppe und Antonello Fois, eine in der Tat grün(-fruchtig-) getönte Mischung aus Bosana, Semidana und Carolea verhält sich in punkto Bitterkeit und Schärfe recht rücksichtsvoll. Umso leuchtender und leichtfüßiger wirken die Olivenblätter, das Tomatenlaub, die noch grünen Mandeln und Artischocken, Spinatblätter, der Feldsalat und das Quäntchen Pfeffer (schwarz und weiß) im Finale.

*mittelfruchtig*

194194. ITALIEN, Toskana

Frescobaldi, Laudemio

Grasig-frische, fast „freundliche“, wenig pikante Mischung  aus Moraiolo, Frantoio, Leccino und, Leccio del Corno, mit Noten von Olivenlaub, Rauke, Chicoree, Apfel (Banane ist nicht weit) und Rosmarin, deren eher verhaltenes Bitter leicht adstringierend wirkt.

*mittelfruchtig*

195195. ITALIEN, Latium

Santina delle Fate, Elegante

Die Kooeprative aus Sonnino, dem nicht nur gefühlten Zentrum der Itrana-Olive in Italien, widmet sich mit dem „Elegante“, wie könnte es auch anders sein, eben dieser Olive:.Das Ergebnis in Öl: tomatenlastig. Sehr viel vor allem reife (fast eingedoste) Tomate, dazu Tomatenblätter, Apfel- und Mandelnoten, Im Nachhall kaum Bitternoten , dafür umso mehr feurige Schärfe.

*mittelfruchtig*

196196. ITALIEN, Sizilien

Soc. Agr. Vernèra di Spanò, Le Case di Lavinia DOP Monti Iblei – Monte Lauro BIO

Wie so viele Olivenproduzenten auf Sizilien, lassen diese Tonda-Iblea-Dompteure aus Buccheri ihre Oliven bei Cutrera pressen – mit entsprechendem Ergebnis. Dieses sortenreine Schmuckstück aus den Monti Iblei ist uns wie seit 2011 (das Katastrophenjahr 2013/2014 einmal ausgenommen) dauernd und immer wieder eine Empfehlung wert: Das leicht pikante, nur wenig bittere Öl duftet grasig-schön, nach rotem Apfel, Bananen, Mandeln, Salbei und hierbabuena und erinnert im Geschmack an Artischocken, noch unreifen Oliven und einer Melange aus grünen Tomaten und einem Hauch Avocado.

*leichtfruchtig*

197197. ITALIEN, Sizilien

Soc. Agr. Vernèra di Spanò, Le Terre di Vito BIO

Wie so viele Olivenproduzenten auf Sizilien, lassen diese Tonda-Iblea-Dompteure aus Buccheri ihre Oliven bei Cutrera pressen – mit entsprechendem Ergebnis. Dieser Tonda-Iblea-Reinsorter „verdichtet“ jede Menge „Grünzeug“ (Olivenlaub, Tomatenblätter, Salbei, Minze, Artischocken, grüner Pfeffer), im Duft würzig-frisch, am Gaumen etwas behäbig, wenn auch angenehm herb, was aber durch eine hübsch ansteigende Schärfe wettgemacht wird.

*mittelfruchtig*

 

 

 

 

198198. SPANIEN, Andalusien

Olivarera Nuestra Señora de Guadalupe, Virrey del Pino Selección DO Baena

Schönes, sortenreines Picuda-AOVE (aceite de oliva virgen extra) aus einer dieser Genossenschaften, die, zumindest hat es den Anschein, einen mittelgroßen europäischen Staat im Alleingang mit Olivenöl versorgen könnten: Sehr tomatig (Frucht und Pflanze), Radicchio, Artischockenbitter, Weizengras, Kräuter (Rosmarin, Thymian, Minze), am Gaumen etwas reifer, als die Nase erwarten lässt. Im Nachhall herbes, sehr moderates Bitter, feine Schärfe.

*mittelfruchtig*

199199. ITALIEN, Lombardei

Comincioli, i denocciolati Casaliva

Gianfranco Comincioli ist der Chef eines Unternehmens „in Öl“ (und selbstredend Wein, dito Grappa), das etwas über 460 Jahren im Geschäft ist und möglicherweise schon ähnlich lang zu den überragenden Ölproduzenten am Gardasee, wenn nicht gar Italiens zählt. Dort, am Südwestufer des Sees bei Salò, besitzen die Cominciolis (nun schon in 14. Generation) 10 Hektar Olivenhaine mit etwa 2600 Bäumen – ein ideales Fleckchen Erde für Casaliva, Leccino und Co., aus denen drei der immer wieder zu den Besten der Welt zählenden Öle entstehen. Das sortenreine Casaliva duftet nach süßen Mandeln, Banane, Thymian und Äpfeln, am Gaumen vielleicht nicht ganz so nachhaltig, Bittermandel, herbes Olivenlaub (bis -zweig),  sehr zartes Bitter sowie eine feine, leicht ansteigende Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

 

 

200200. SPANIEN, Andalusien

Pago Baldíos San Carlos, Arbequina

Schönes Arbequina klassischen Zuschnitts, das an grüne Tomaten und Äpfel, reife Bananen und büschelweise Wildkräuter erinnert. Am Gaumen etwas Banane, ein Anflug von Zitrusfrucht, in Sachen Bitterkeit und Schärfe sehr ausgewogen, wenn auch nicht über die Maßen ausgeprägt

*mittelfruchtig*

201201. SPANIEN, Andalusien

Cortijo de Suerte Alta, Coupage Natural Ecológico DO Baena BIO

„Coupage natural“? Eine grün-balsamische Mischung von Picuda, Hojiblanca und Picual aus Olivenhainen, die sich über eine Fläche von 255 Hektar nahe des am Fluss Guadajoz gelegenen, vergleichsweise winzigen andalusischen Städtchens Albendín erstrecken. Das Profil der Cuvée des Marqués de Prado, Manuel Heredia Halcón: Grüne Tomaten, üppig grasig-kräutrige Noten, am Gaumen „enorm frisches Picualgrün“, potentes Bitter und persistente Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

202202. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Viola, Il Sincero

Auch in diesem Jahr ist Marco Viola, der mit seinen umbrischen Ölen eine Familientradition fortführt, die bis in die 1850er-Jahre zurückreicht, mehrfach vertreten – diesmal sind es vier Öle, die nach Ansicht der Jury des OLIO-Awards zu den besten der Welt gehören – complimenti! Das sortenreine Moraiolo „Il Sincero“, wartet diesmal mit Jeder Menge Kräutern auf („aromatisch“, laut Verkostungsnotiz „sehr eng“), Artischocke und Olivenfrucht (eher reif), leicht trocknendes Bitter, ausgewogene Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

203203. ITALIEN, Sizilien

Agrestis – Tenuta Talianu, Olio No. 4

Eine Maßanfertigung für die Italo-Delikatessen-Scouts von Gustini, diesmal sind es die Genossenschafter von Agrestis, die ein sortenreines Tonda Iblea für das Unternehmen aus Leipzig abgefüllt haben. Diesmal oszilliert aromatisch zwischen süßlichen Pinienkernen, reifer Tomate, „Kokos und Cassis“, grüner Mandel (Schale!) und Petersilie, Olivenfrucht und schwarzem Pfeffer. Im Finish zartbitter (wenig), pfeffrig scharf (etwas mehr).

*leichtfruchtig*

204204. ITALIEN, Toskana

Frantoio Franci, Olivastra Seggianese

Über Giorgio Franci, einen der Großmeister des extra vergine noch Worte zu verlieren, hieße Oliven in die Toskana oder, wahlweise, Sand an den Strand zu tragen. Das Öl, das in den letzten Jahren immer wieder mit dabei war, enttäuscht auch diesmal nicht – wie könnte es anders sein? Das reinsortige, aus der autochthonen und recht raren Olive gleichen Namens gewonnene „Olivastra Seggianese“ bietet Tomate im Kräutermantel (Brennessel), noch grüne, nicht allzu bittere Mandeln, Rauke, Radieschenschärfe, im Finish gemäßigt bitter, leicht zunehmende Schärfe, ausdrucksvoll ohne das Geschehen zu dominieren.

*leichtfruchtig*

 

 

 

205205. ITALIEN, Sardinien

Accademia Olearia, Gran Riserva Giuseppe Fois Fruttato Verde

Das Flagschiff von „Öl-Akademiker“ Giuseppe Fois, die nach ihm benannte „Gran Reserva“ (eine Cuvée aus Bosana, Semidana und Tonda di Cagliari), rangiert diesmal nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahrs Im Duft zurückhaltend, grasig, reifeTomate, leicht kräutrige Noten, am Gaumen Olivenblätter, mehr Kräuter, Radicchio- und Löwenzahnbitter, feine Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

 

Platz 206 bis 220:

 

206206. SPANIEN, Andalusien

Conde de Argillo, Reserva Familiar Picual DOP Sierra Mágina

Konnte leider nicht ganz die Erwartungen erfüllen, die nach der Platzierung im Vorjahr (35.) geweckt wurden – trotzdem ein schönes Picual, von dem noch immer gilt: „niemand würde es wundern, wenn’s dieses Picual nur noch in der Magnum gäbe!“ – grasig-saftig, Tomate, zitrische Noten, Artischocke, grüne und reife Mandeln, feinherbes Kräuterbitter und rezente Chili-Schärfe.

*mittelfruchtig*

207207. SPANIEN, Katalonien

Finca La Gramanosa, Zumo Picual

Heuer nicht ganz so großartig wie etwa 2016 (Top 50), aber auf dem besten Wege noch oben: grasig-frisch, Tomate, zarten Kräuternoten (Rosmarin, Thymian und Salbei), Artischocken(bitter), Blattspinat und grünen Banane, im Finish zartestes Bitter, eine Winzigkeit Schärfe.

*mittelfruchtig*

208208. ITALIEN, Trentino – Südtirol

Frantoio di Riva Italia, 46 Parallelo BIO

Die nicht eben kleine, 1926 gegründete Erzeugergemeinschaft (insgesamt kommen die ca. 80 Genossenschafter auf 85 000 Bäume) füllt mittlerweile eine Vielzahl von Öle ab (zwei davon können wir in diesem Jahr auszeichnen – bravo!). Die Silbermedaille im hausinternen Vergleich geht an die Cuvée (Löwenanteil Casaliva, dazu Frantoio und eine verschwindend kleine Menge Leccino und Pendolino) in Bio-Qualität, die etwas reifer als gewohnt ausfällt. Im Ansatz recht süßlich, reife Mandeln, Mandelmus und Mandelkeks, reife Olivenfrucht, (getrocknete) Aprikose, Weizengras, Spuren von Bittermandel und ein Hauch Schärfe.

*leichtfruchtig*

209209. SPANIEN, Andalusien

Del Cetino, Arbequina

Eine Finca mit zehn Hektar Land bei Bollullos Par del Condado (Provinz Huelva), 1700 Olivenbäumen, ein kleines Team und – in diesem Jahr – zwei hervorragenden Ölen. Das sortenreine Arbequina Eminenz in Sachen Öl auf Sizilien. Nicht von ungefähr lassen mehr als ein Dutzend national und international preisgekrönter Olivenölproduzenten der Insel ihre Oliven beim ihm mahlen. Unter deutschen Fachhändlern hat sich das mittlerweile ebenfalls herumgesprochen, kein Wunder also, dass man bei Cutreras auch für den heimischen Markt abfüllen lässt. Das reinsortige Tonda Iblea gibt sich vornehmlich grün – Tomaten, Äpfel, frisch geschnittenes Gras, Basilikum, etwas Mandeln, am Gaumen werden Äpfel und Tomaten reifer, was die leichte Schärfe nur noch interessanter macht. Bruschetta, eindeutig. Wer Handfesteres sucht: Merguez mit Rote-Zwiebel-Confit.

*leichtfruchtig*

210210. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Francesco Tricarico, Coltivarti BIO

Das anders als vor zwei Jahren nun sortenreine Coratina-Öl (davor mit einem kleinen Anteil Cima di Bitonto) duftet nach grünen und reifen Mandeln, frisch geschnittenem Gras, Banane, Kräutern, einem Hauch Zimt, am Gaumen balsamische Minze, dann wieder Mandeln – („Mandelbitter und noch mehr Mandelbitter“) in Sachen Schärfe dagegen fast zahm. Trotz Mandelfokus alles andere als unflott.

*mittelfruchtig*

211211. ITALIEN, Toskana

Tenuta del Palagio, Castello Il Palagio – Selezione di Olive Moraiole DOP Chianti Classico

Seit dem 19. Jahrhundert wird hier an altehrwürdiger Stätte (das Castello wurde um 1200 erbaut) Wein und Olivenöl produziert und auch in diesem Jahr bewies man erneut ein Händchen für das flüssige Gold der Toskana. Sehr schön zeigt sich das am Beispiel des reinsortigen Moraiolo-Öls, das mit seiner langsam aber stetig steigernden Schärfe – die Bitteranteile sind dabei sehr präsent – und einer komplexen Mandel-Kiwi-Aromatik (im Finale zusätzlich rote Früchte (Erdbeere?) den Nerv der Jury traf.

*mittelfruchtig*

 

 

212212. GRIECHENLAND, Peloponnes

Elisson Olive Oil & More, Elissón Special Edition Manaki BIO

Erzeuger Nikos Pulos „Olivenanbauer, Olivenölerzeuger und Direktvermarkter“ (so kann man es seinem informativen Internetauftritt entnehmen) konnte sich in diesem Jahr mit gleich zwei seiner Öle unter den Besten des Wettbewerbs platzieren. Unser Favorit: das sortenreine Manaki. das von der Jury wie folgt kommentiert wurde: „Mandeln, Äpfel, Mandeln, Äpfel, mehr von beidem“ und „weiches Bitter mit kleinem Pfefferkick“. Schönes muss nicht schwer zu verstehen sein …

*leichtfruchtig*

 

 

213213. SPANIEN, Andalusien

Oleocampo, Premium Ecológico Organic BIO

Picual, Picual und noch mehr Picual, im Oktober früh geerntet: Die 1994 gegründete Kooperative (ein Zusammenschluss dreier Ölmühlen – Santa Catalina, San Bartolomé und La Unión – der Gemeinde Torredelcampo bei Jaén) weiß wie’s geht! Etwa so: grüne und reife Tomaten, ätherische Kräuter, etwas Apfel, Artischockenbitter (moderat), feine Schärfe (pikante Kresse und Rauke), ebenfalls eher wohltemperiert.

*mittelfruchtig*

214214. SPANIEN, Aragonien

Mas de Flandi, Fruit&Branca Picual BIO

Nach zwei etwas schwierigeren Jahren gehört eines der AOVEs (aceite de oliva virgen extra) von Pilar Vila-San-Juan und Eduard Susanna aus der Provinz Teruel wieder zu den Besten des Wettbewerbs. Das reinsortige Picual „grünt“ sortentypisch auf ganzer Breite: reichlich Tomate (grün, später auch reifere Exemplare), reichlich Kräuter, Weizengras, grüne Banane, noch grüne Mandeln. Im Finish würziges, immer noch moderates Bitter und feine, leicht pfeffrige Schärfe.

*mittelfruchtig*

215215. SPANIEN, Andalusien

Venchipa – O-Med, MED Arbequina

Nach einer kurzen kreativen Pause wieder unter den Besten der aktuellen Kampagne: der Arbequina-100-%er  von Juan de Dios Garcia Molina. Im ersten Moment etwas „schüchtern“, dann üppig Banane (grün und reif), Apfel und Mandeln (reif und getrocknet),dann Tomatenfrucht und-grün, am Gaumen ein sehr zartes, feingliedriges Mandel- und Walnussbitter und eine etwas ausdrucksvollere, eher ätherische Schärfe (weißer Pfeffer, Hierbabuena).

*leichtfruchtig*

216216. TUNESIEN,

Kanzari, Robust BIO

Das jüngste Produkt der Domaine Kanzari (fest in weiblicher Hand), die bisher nur Öle aus Arbequina-, Arbosana-, Chemlali- und Koroneiki-Oliven produzierte, ist ein sortenreines Picholine, das ganz vorzüglich gelungen ist: frisch geschnittenes Gras, grüne Mandel, Apfel, Artischocke und eine im positiven Sinne fast holzig zu nennende Komponente, die sich dann in Richtung Oregano verändert. Am Gaumen feines Schwarztee-Mandelbitter mit prononciert scharfen Akzenten.

*leichtfruchtig*

217217. ITALIEN, Apulien

Macchia Verde Bio, Lo Smeraldo BIO

Michele Scarola und seine Frau Maria, unterstützt von ihren (erwachsenen) Kindern Caterina und Giovanni haben mit dem sortenreinen Coratina „Lo Smeraldo“ ein recht ungewöhnliches Öl vorgelegt. Neben fruchtigen – Tomaten, Äpfeln sowie etwas Bittermandel – und einer Melange von eher vegetabilen Aromen (Tomaten- und Olivenblättern, Kopfsalat, Spinat, Artischocke), bricht sich eine deutliche Erdbeernote Bahn, die erst im wenig pikanten Finale einem etwas adstringierenden Bitter weicht: interessant! Und der Jury eine Empfehlung wert!

*mittelfruchtig*

218218. ITALIEN, Sizilien

Di Bennardo, Fruttato BIO

Die Oliven für das sortenreine Tonda-Iblea-Öl von Giovanni di Bennardo stammen aus der Gegend um Buccheri (Provinz Syrakus) im Süden Siziliens. Das „Fruttato“ zeigt sich dem Namen nach im Duft verhältnismäßig fruchtig (Tomate, Apfel, etwas Mandel), geizt nicht mit dem einen oder anderen Kräutlein (Thymian, Minze), lässt am Gaumen allerdings etwas nach, punktet im Nachhall mit feinem Bitter (Artischocke, Kardone) und ebenso feiner Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

219219. ITALIEN, Sizilien

Disisa, Disisa BIO

Nachdem die Olivenöle von Renato di Lorenzo zuletzt vor zwei Jahren in diesem Wettbewerb „auffällig“ geworden sind (2013 gab es sogar einen OLIO-Award!), ist es umso schöner, dass er mit seinem „Disisa“ in Bio-Qualität wieder auf den vorderen, wenn auch nicht vordersten Rängen zu finden ist: grasige Frische, Oliven- und frische Lorbeerblätter, Kräuter (Thymian, Minze, Melisse), reife Tomate, junger Blattspinat, zartes Bitter und feine, wenn auch zurückhaltende Peperoncino-Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

 

220220. ITALIEN, Toskana

Fattoria di Fèlsina, Pendolino Monocultivar Denocciolato BIO

Winzer Giuseppe Mazzocolin – der Macher des vortrefflichen Chianti Classico Riserva „Rancia“ – erzeugt auf seinem Landgut in Castelnuovo Berardenga, etwa 20 Kilometer östlich von Siena, insgesamt fünf verschiedene Olivenöle. Drei davon zählen zu unseren Jahrgangsbesten. Nummer zwei, das sortenreine, aus entsteinten Pendolino-Oliven gewonnene Öl, duftet nach Mandeln, Kräutern, Tomaten und Tomatenblättern, am Gaumen überwiegt die Mandel (sehr spät gesellt sich ein Hauch Vanille dazu), die sich auch im zünftig bitteren, anregend scharfen Finale wiederfindet.

*mittelfruchtig*

 

 

Platz 221 bis 235:

221221. Slowenien, Obalno-kraška

BEM – Boris Sabadin, Frantoio ZOP Slovenske Istre BIO

Endlich! Nach längerer Zeit gehört wieder eines der Sabadinschen Olivenöle in Bio-Qaulität zu den happy few des Wettbewerbs, diesmal das sortenreine Frantoio: Apfelnoten, reife Olivenfrucht, noch mehr reife Mandel, artischockengrüne Momente, Kresse und Kräuter, im Finish Walnussbitter und Raukeschärfe, beides recht moderat.

*leichtfruchtig*

 

 

222222. ITALIEN, Marken

Gabrielloni, Solivo

Zehn Jahre sind eine lange Zeit, umso mehr freuen wir uns, dass wir die Multi-Cuvée „Solivo“ (Leccino, Frantoio, Mignola, Carboncella, Pendolino und, je nach Bedarf und Lage, andere Sorten in Kleinstmengen) der Schwestern Elisabetta and Gabriella Gabrielloni nach einem zweiten Platz 2008 (Kategorie „leichtfruchtig“) wieder zu den 250 Besten der Kampagne 2017/2018 zählen dürfen. Aromen von Pinienkernen, Artischocke, florale Noten, am Gaumen Lattich, Apfel, Thymian und Rosmarin, im Nachhall noch moderates Mandelbitter und entsprechende Pfefferschärfe.

*leichtfruchtig*

223223. SPANIEN, Kastilien – La Mancha

Casas de Hualdo, Monovarietal Cornicabra DOP Montes de Toledo

Casas de Hualdo, dem vergleichsweise jungen Unternehmen aus der D. O. Montes de Toledo (auf halbem Wege zwischen Toledo und Talavera de la Reina gelegen), das dennoch über 300.000 Olivenbäumen verfügt, ist mit dem reinsortigen Cornicabra ein reifes, bemerkenswert tomatenlastiges, beileibe nicht unterkomplexes Öl gelungen („Gebäck und Frsiche!“). Tomate und noch mehr Tomate, am Gaumen dann fast süße (Trocken-)Früchte, ein adstringierendes Bitter, bis hin zu einer grasig-grünen, recht persistenten Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

224224. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Schittone, Olio Cottone

Biancolilla, sortenrein – mit Noten von grünem Apfel, frisch geschnittenem Gras, Kräutern (Thymian, Baislikum, ein Hauch Minze), am Gaumen leicht pfeffrige Rauke, Chicoree (plus Bitter), ein Hauch grüne Peperoncini. Im Nachhall moderates Bitter und eine leicht ansteigende Schärfe.

*mittelfruchtig*

225225. ITALIEN, Sizilien

Az. Agr. Centonze, Case di Latomie IGP Sicilia

Das Profil der Cuvée aus Biancolilla, Cerasuola und Nocellara del Belice changiert anregend zwischen grüner Frische und aromatischer Reife: Tomaten nebst Blattwerk (dazu ein Hauch von Dosentomaten bzw. Sugo), etwas Schnittlauch, Artischocke, Basilikum, Apfelnoten (leicht süßlich), am Gaumen „üppig tomatenlastig“, im Nachhall dezentes Bitter und eine komplexe, ziemlich persistente Rauke- bis Peperoncino-Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

 

226226. ITALIEN, Latium

Frantoio Battaglini, Bolsena

Familie Battaglini war schon in der zweiten(!) Auflagen des OLIO Awards im Jahr 2004 mit einem ihrer Öle vertreten, Ehrensache, dass das 14 Jahre später wieder klappt! Soagr mit zweien. Das extra vergine „Bolsena“, eine Cuvée aus Caninese, Moraiolo und Frantoio bewegt sich auf der eher reifen Seite (leicht süßliche Mandeln bis Mandelgebäck, ein Hauch getrocknete Aprikose), später dann Tomate. Am Gaumen weich, etwas breite, im dezent pikanten Nachhall dann ein recht moderates Bitter.

*leichtfruchtig*

227227. KROATIEN, Istrien

Doija 08, Istarska bjelica

Mandeln, eher reif, dann wenig, am Gaumen wieder deutlich Mandel (reif), grüngrasige Akzente, im Finale dezentes Walnuss- und Mandelbitter sowie eine etwas ausgeprägtere, angenehm persistente Schärfe.

*mittelfruchtig*

228228. KROATIEN, Istrien

OPG Vošten, Buža

Das ungemein leichte, angenehm dünnflüssige Öl („freundlich!“),  duftet nach grünen Tomaten, Gras und süßen Mandeln. Dazu in geringer Dosierung grüne Banane, gelbe Äpfel und eine „helle“ zitrische Note, die dem zarten „Mandelkeks“-igen Finish (leises Bitter, zurückhaltende Schärfe) ein gewisses Extra verleiht.

*mittelfruchtig*

 

 

 

229229. ITALIEN, Friaul-Julisch Venetien

Az. Agr. Petaros Glauco, Olio Extra Vergine di Oliva

Aus der kleinen Gemeinde San Dorligo della Valle (Provinz Triest) in Olivensteinwurfweite der slowenischen Grenze, stammt dieses reinsortige Bianchera-Öl, das sich im Spannungsverhältnis von Banane, Mandel und Kräutergrün bewegt. Im Nachhal dominiert ganz klar das Mandebitter, das durch eine leichte Schärfe umso anregender ausfällt.

*mittelfruchtig*

230230. Spanien, Andalusien

X 37 Grados Norte, XY Monovarietal Picudo DOP Priego de Córdoba

Das sortenreine Picudo-Öl mit geschützer Herkunftsbezeichnung und Koordinatenangaben auf der Flasche – X: 37° 32′, Y: 4° 19′ – stammt aus dem von der UNESCO anerkannten Geopark Sierras Subbéticas, dem „Parque Natural de las Sierras Subbéticas“. Und wie zu erwarten, tut sich da so einiges: Im Duft Tomaten samt Rispen und Blattwerk, Artischocken, Kräuter (Zitronenmelisse), etwas noch unreife Mandel, Zitronenzeste, am Gaumen mehr Tomate (eher grün), moderates Bitter und eine umso prononciertere Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

231231. TÜRKEI, Ägäisregion

Hermus, Hermus Gediz Arbequina

Arbequina-Oliven aus der Provinz Manisa in Westen der Türkei für ein kalifornisches Unetrnehmen – warum nicht! Sehr weiches, fast mildes Öl, etwas dickflüssiges Öl, hübsche (Mandel-)Keksnoten, reife Tomate und Olivenfrucht, ein Hauch Banane, dazu leicht florale Noten, im Finale ein zartes Bitter und ebenso zarte Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

 

232232. PORTUGAL, Algarve

Viveiros Monterosa, Picual Premium

Der mittlerweile dritte Auftritt für das sortenreine Picual des Produzenten aus der östlichen Algarve und wieder ein Platz unter den Besten des Jahrgangs – congratulação! Portugals „Jahresbestöl“ des OLIO-Awards von 2016 wirkt diesmal recht reif (Tomate, Olivenfrucht), als „Grüntöne“ sind diverse Kräuter (frischer Lorbeer, etwas Thymian), Gras und Artischocke mit von der Partie. Im Nachhall kaum bitter und nur zart pikant – ein sehr einsteigerfreundliches Picual.

*mittelfruchtig*

233233. KROATIEN, Istrien

Al Torcio, Leccino

Seit Jahren eine sichere Bank, wenn es um hervorragendes kroatisches Olivenöl geht: Tranquilino Beletić. Ebenso sicher – sein sortenreines Leccino. Diesmal würzig-grün: „Radicchio verde!“, Artischockenblätter, noch grüne Mandeln, eine fast Hanf-artige-Qualität (extraktbetont, dicht), Apfelnoten (weiterhin grün), am Gaumen mit kräftigem Bitter und durchaus pikant.

*mittelfruchtig*

 

234234. ITALIEN, Sizilien

Olivoil SRL – Geraci, Armonico

Die Cuvée aus Nocellara-del-Belice-, Biancolilla- und Cerasuola-Oliven von Massimiliano Geraci wirkt auf eine wohltuende Art und Weise recht reif: „pomodori molto maturi“ (fast schon Sugo-artig), süße Pinienkerne und Mandeln, reife Äpfel und Olivenfrucht, dazu ein delikates Artischockenbitter und eine leichte Schärfe im Finish.

*leichtfruchtig*

 

235235. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Bardelli Giuliana, Blend IGP Toscano

Giulana Bardelli produziert in den „Colline de Montalbano“ zwischen Florenz und Pistoia auf ihrer Azienda Agricola „Al Casolar de no Altri“ diesen „Blend“ (Arancino, Frantoio, Larcianese, Leccino, Leccio, Moraiolo und Pendolino), den wir etwas ausdrucksstärker in Erinnerung haben. Dennoch: klare Mandelaromatik (mehr reif als grün), duftige Kräuternoten, im Nachhall ein zartes Bitter und eine Spur Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

Platz 236 bis 250:

236236. ITALIEN, Umbrien

Az. Agr. Pelagrilli, Olio Extra Vergine di Oliva BIO

Den Hauptanteil dieser Cuvée der Azienda aus Monteleone macht die Sorte Moraiolo aus, je nach Ernte, Verfassung und Gusto des Produzenten, wird mit wechselnden Anteilen von Frantoio, Leccino und Dolce Agocia jongliert. Im Ergebnis heuer recht mandelbetont, etwas Olivenblätter, Kräuter, dann wieder (grüne und reife) Mandel. Das Finish zart Mandelbitter (was sonst?), die Schärfe moderat, fast zahm.

*leichtfruchtig*

237237. ITALIEN, Toskana

Az. Agr. Il Peraccio, Monovarietale Frantoio BIO

Willkommen zurück! Francesco Masieros sortenreines Frantoio hat in diesem Jahr nicht ganz die Klasse wie etwa 2016, was hier allerdings an Mandelpanorama geboten wird, erfreut uns über die Maßen: reife, schon süßliche Mandeln, ebenso reifer gelber Apfel, im Hintergrund etwas Tomate, grasige Noten und eine Spur Banane. Im Finish adstringierendes Bitter und eine langsam crescendierende, ziemlich persistente Schärfe.

*mittelfruchtig*

238238. SPANIEN, Andalusien

Almazaras de la Subbética, Almaoliva BIO

Auch die „kleine“ Cuvée in Bio-Qualität (Picual, Picuda und Hojiblanca) des Top-Produzenten aus den Sierras Subbéticas ist uns eine Auszeichnung wert: viel Mandel (eher weich, eher süß, reife Früchte (Olive, Apfel, etwas Banane), ein zarte Bitter, ein Hauch mehr Schärfe … –  daran kann man sich sehr gut gewöhnen.

*mittelfruchtig*

239239. ITALIEN, Kampanien

Frantoio Romano, Ortice Riserva

Alberto Romano – nicht zu verwechseln mit dem Sizilianer Vincenzo Romano! – verwendet für sein „Ortice Riserva“ ausschließlich Oliven der namengebenden Sorte Ortice (die auch, deutlich expliziter, als „coglioni di gallo“ bezeichnet wird). Sensorisch ziemlich eindeutig „Nessel“ (und nicht „Hahn“ …): würzig-grüne, zum Teil reife Noten (Tomate, Apfel), balsamische Kräuter (etwas Salbei, Minze, Basilikum) nebst „Kräuterbitter“, leichte Schärfe.

*mittelfruchtig*

240240. GRIECHENLAND, Peloponnes

Elisson Olive Oil & More, Elissón Special Edition Megaritiki BIO

Erzeuger Nikos Pulos „Olivenanbauer, Olivenölerzeuger und Direktvermarkter“ (so kann man es seinem informativen Internetauftritt entnehmen) konnte sich in diesem Jahr mit gleich zwei seiner Öle unter den Besten des Wettbewerbs platzieren. Unser Nummer zwei: das sortenreine Megaritiki. Reife Tomate, Apfel, grasige Noten, Basilikum, ein Hauch Minze, im Nachhall Spuren von weißem Pfeffer und zartes Mandelbitter.

*leichfruchtig*

241241. ITALIEN, Toskana

Giancarlo Giannini, Le Chiuse fra i Cipressi

Giancarlo Gianninis Klassiker, der toskanische Tetrachord par excellence (Frantoio, Leccino, Moraiolo, Pendolino) und OLIO-Award-Gewinner von 2010 und 2011 gehört auch in etwas zurückhaltenderer Form zu den Besten: „würziges Grün“, ätherisch-balsamische Kräuter (Thymian, Minze, etwas Salbei) ein Hauch Bananenschale und Zitronenzeste. Im Nachhall Mandelbitter und eine feine, elegante Schärfe.

*mittelfruchtig*

 

242242. SPANIEN, Kastilien – La Mancha

Olivar del Azaraque, Camino de Anibal BIO

Schön, dass wir diesen Produzenten aus der Provinz Albacete zum ersten Mal in unserem Wettbewerb auszeichnen können, noch schöner die gerade noch mittelfruchtige Coupage aus 90 % Arbequina und 10 % Hojiblanca: reife Mandeln, „Cantuccini mit einer Spur getrocknetem Apfel“, reife Banane, ein zartes Bitter und eine noch zartere Andeutung von Schärfe – „weich, weich, weich“!

*mittelfruchtig*

243243. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Leone Sabino, Ex Terra BIO

Zweites Öl des Leone-Clans in unserer Bestenliste, der nach seinem großartigen Einstand 2016 und einer ähnlich erfolgreichen Saison im letzten Jahr weiterhin Kontinuität beweist: Das sortenreine Coratina „mandelt“ fröhlich vor sich hin, dazu vegetabile Noten (Kräuter, Blattwerk, Erbsenschoten), ein Hauch Banane. Im Finish recht herb, leicht adstringierend und noch moderat pikant (Peperoncini).

*mittelfruchtig*

 

 

244244. ITALIEN, Sizilien

Agrestis, Bell’Omio BIO

Das bell’ olio von Agrestis, ein sortenreines Tonda Iblea ist zum sechsten Mal in Folge unter den besten Ölen der Welt – auguri! Das etwas dickflüssig anmutende Öl punktet mit Basilikum, Tomaten, Kräuterwürze und leicht zitrischen Noten, am Gaumen in Sachen Schärfe„ leichtfüßig, dann durchaus zunehmend“, fast „etwas schüchtern“ bitter, im Nachhall verliert sich die Schüchternheit ein wenig.

*mittelfruchtig*

245245. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Donato Conserva, Mimi Cima di Melfi

Das Familienunternehmen, das von Donato und Michele Conserva geleitet wird, ist die ölgewordene Hommage an ihren viel zu früh verstorbenen Vater Domenico, genannt „Mimi“. Die beiden Brüder haben seinen Traum von eigenen Olivenhainen und eigenem extra vergine in vergleichsweise epischer Breite verwirklicht, ganze sieben Produktlinien bilden das beste aus den Sorten Ogliarola, Cima di Melfi und Coratina (zuweilen wohl auch Peranzana und Nociara) ab. Unser zweitliebstes unter den „Mimi“-Ölen (nach dem sortenreinen Coratina) ist diesmal das „Cima di Melfi“ aus der gleichnamigen autochthonen Sorte: „weich“ grün (fast süßliche Gemüsenoten), dabei würzig, im Duft und am Gaumen Bittermandel und Banane im Duett, leicht adstringierendes und recht distinktes Bitter mit entsprechender Schärfe im Beipack.

*mittelfruchtig*

 

 

246246. ITALIEN, Umbrien

Frantoio Gaudenzi, Chiuse di Sant’ Arcangelo BIO

Francesco Gaudenzi (Großfamilie inklusive), der die 1950 gegründete Ölmühle (21 Hektar Olivenhaine inklusive) seines Vaters mit großem Geschick zu noch größeren Erfolgen führt – er zählt mit bestechender Konstanz zu den besten Ölproduzenten Umbriens – konnte in diesem Jahr mit dreien seiner Öle punkten: Das „Chiuse di Sant’ Arcangelo BIO“ (heuer reinsortig Moraiolo) stammt von Olivenhainen, die zwischen 430 und 600 Metern Höhe, in der DOP-Region Colli Assisi-Spoleto beheimatet sind. Im Duft ausgeprägt „mandelig“ mit schönem Kräuterkontrapunkt, am Gaumen wiederholt sich der Eindruck – allerdings sehr dezent. Im Finish dann zarte Bittertöne und eine etwas zurückhaltende piccantezza. *mittelfruchtig*

247247. ITALIEN, Apulien

Az. Agr. Maselli, Monovarietale Termite di Bitetto BIO

Das ausschließlich aus der Sorte „Termite di Bitetto“ (auch unter dem Namen „Oliva Mela“ bekannt) gewonnene Öl, duftet zart nach reifen Äpfeln (wen wundert’s?), sogar Himbeere und Erdbeere („fruttato molto dolce!“), leicht süßlichen Kräutern, am Gaumen machen sich grüner Pfeffer (warm-würzige Schärfe) und ein feines Artischockenbitter bemerkbar.

*leichtfruchtig*

 

 

 

248248. SPANIEN, Navarra

Agrícola La Maja, La Maja

Vor vier Jahren debütierte das erste Öl (ebenfalls aus dem Porfolio des 1997 gegründeten Familienunternehmens La Maja) der noch jungen DOP „Aceite de Navarra“ beim OLIO-Award und konnte sich gleich einen Platz unter den besten Ölen der Welt sichern. 2016 gelang das erneut, und jetzt, nióchmal zwei Jahre später,  hat es ein weiteres AOVE (aceite de oliva virgen extra) geschafft, diesmal eine Cuvée aus Arbequina und Arróniz. Im Duft und Ansatz recht frisch und schlank (grasige Noten, Kräuter, Tomatenblätter), am Gaumen „weich“ und deutlich breiter, als es die Nase vermuten lässt. Mandelkeksnoten und reife Olive, zartes Bitter und eine überraschend  feurige, sehr langanhaltende Schärfe.

*mittelfruchtig*

249249. ITALIEN, Apulien

Tenuta Venterra, Olio Extra Vergine di Oliva BIO

Antonella Ferraras multivarietale, ein Blend quasi europaübergreifender Blend mit Arbequina, Leccino, Coratina, Picholine, Peranzana und Ogliarola, fällt heuer wieder sehr weich, sehr mild aus: Leicht süßlicher Ansatz, Mandeln, Banane, etwas Avocado und Birne, sehr zartes Bitter, ein Quäntchen mehr Schärfe.

*leichtfruchtig*

 

250250. ITALIEN, Toskana

Fattoria di Fèlsina, Moraiolo Monocultivar Denocciolato

Winzer Giuseppe Mazzocolin – der Macher des vortrefflichen Chianti Classico Riserva „Rancia“ – erzeugt auf seinem Landgut in Castelnuovo Berardenga, etwa 20 Kilometer östlich von Siena, insgesamt fünf verschiedene Olivenöle. Drei davon zählen zu unseren Jahrgangsbesten. Nummer drei, das sortenreine, aus entsteinten Moraioloo-Oliven gewonnene Öl, fällt im Vergleich zu den anderen monocultivar des Hauses weniger kompex aus. Im Duft wie auch am Gaumen Mandelnoten, Gras und Kräuter, Spinatblätter und eine Spur Avocado. Im Finale adstringierendes, distinktes Mandelbitter, moderate Schärfe.

*mittelfruchtig*

DER FEINSCHMECKER WINE AWARDS 2018

Zum 16. Mal verlieh DER FEINSCHMECKER in diesem Jahr im Grandhotel Schloss Bensberg die begehrten WINE AWARDS an Persönlichkeiten der internationalen Weinwelt.  Viele Prominente ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, Teil der WINE AWARD-Verleihung zu sein. Ob Harold Faltermeyer (Weingourmet des Jahres), Marie-Luise Marjan oder Liz Baffoe – über 800 Gäste genossen einen besonderen Abend.

Gastgeberin der AWARD-Verleihung war, wie auch in den Vorjahren, die beliebte TV-Moderatorin Barbara Schöneberger. Im Anschluss an die Preisvergabe baten Spitzenköche aus Österreich und Deutschland die rund 800 Gäste zu einem spektakulären walking dinner mit Köstlichkeiten aus ihren Küchen, zudem konnten die Top-Weine aller nominierten Winzer und Weingüter verkostet werden.

Alles über die Preisverleihung auf Schloss Bensberg und über die Preisträger 201​8​ zeigt das Video zu den WINE AWARDS​.

Die Besten Olivenöle 2018: Die OLIO Awards 2018

Zum 16. Mal hat Der Feinschmecker die besten Olivenöle der Welt gekürt. Die Favoriten in den Kategorien intensiv bis leicht-fruchtig begeistern mit ihrer Aromafülle. Schon pur auf Brot schmecken sie wunderbar. Als besonderen Service können Sie die Siegeröle Öle im Feinschmecker Shop bestellen. „Die Besten Olivenöle 2018: Die OLIO Awards 2018“ weiterlesen

Siddùra – Das meist prämierte Weingut Sardiniens

Eine Liebeserklärung an Sardinien, seine uralten Traditionen und die edle Kultur des Weins.

Diesen Erfolg verdankt die noch recht junge Kellerei dem unermüdlichen Einsatz für höchste Qualität. Das Ergebnis dieser mit Leidenschaft verfolgten Philosophie kann sich sehen lassen, ist aber noch offensichtlicher im Glas. „Siddùra – Das meist prämierte Weingut Sardiniens“ weiterlesen